Dokumentiert

Ein freies Land

|    Ausgabe vom 25. Dezember 2015

Vor einem Jahr gaben die Präsidenten Kubas und der USA die Normalisierung der Beziehungen zwischen beiden Ländern bekannt. Gleichzeitig entließen die USA die letzten drei der „Miami 5“ aus dem Gefängnis. Die Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba erklärte zu dem Jahrestag:

„Im Verlauf des Jahres 2015 wurden die diplomatischen Beziehungen zwischen Kuba und den USA nach Jahrzehnten wieder hergestellt. Die Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba, die seit 1974 für eine Annäherung an das kubanische Volk und seine Regierung wirbt, hat von Beginn an darauf hingewiesen, dass eine Normalisierung der Beziehungen nicht zu haben ist, wenn an der Blockade festgehalten wird. Seit 1962 besteht sie als Dekret und in der Folge als Gesetz, und sie wurde in den neunziger Jahren verschärft. Zuletzt wurde sie in den Vereinten Nationen mit 191 zu 2 Stimmen (USA und Israel) verurteilt.

Darüber hinaus verlangt Kuba die Rückgabe des Territoriums der Marinebasis Guantánamo und die Einstellung der Störsender und sonstigen Aktivitäten zum Sturz der revolutionären Regierung. Ein solches Verhalten würde von den USA im umgekehrten Fall niemals hingenommen werden.

Von der Bundesregierung, deren Außenminister Steinmeier im Juli Havanna besucht hat, verlangt die Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba, dass sie sich endlich für die Beendigung des Gemeinsamen Standpunkts der EU-Staaten gegenüber Kuba einsetzt. Es reicht nicht, dass sich die EU-Staaten in den Vereinten Nationen gegen die US-Blockade wenden, sondern sie müssen auch ganz praktisch zur Beendigung der Blockade beitragen.

Kuba ist ein freies, souveränes Land. Es wird seine Gesellschaftsordnung immer und nachhaltig verteidigen!“


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Leserbrief zu »Ein freies Land«, UZ vom 25. Dezember 2015





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