Kampf um Aleppo

Von mz
|    Ausgabe vom 12. August 2016

Die syrische Armee hat Ende Juli die terroristischen Organisationen im Ostteil von Aleppo vollständig von ihrem Nachschub abgeschlossen. Dies stellt einen strategischen Erfolg dar, der ein Wendepunkt im Krieg sein kann.

Das wissen auch IS und al-Nusra. Ausgerüstet mit modernsten Waffen und Kommunikationsmitteln, die NATO und Golfstaaten geliefert haben, versuchen sie, den Ring der syrischen Armee zu durchbrechen.

Die Offensive war unerwartet schlagkräftig, trotz der Überlegenheit der syrischen und russischen Luftwaffe. Sie konzentrierte sich auf ein Gebiet im Süden und Südwesten von Aleppo. Dort befinden sich auf engem Raum viele Militäreinrichtungen.

In Aleppo wurden Blutspendenaktionen für die Armee und Zivilisten durchgeführt, die syrische und die russische Luftwaffe unterstützen die Armee mit intensiven Luftangriffen. Auch kurdische Kräfte wollen die Stadt gegen die Dschihadisten verteidigen.

Der Sender Al-Mayadeen fasst die Situation zusammen: Dscheisch al-Fatah – eine Militärallianz unter Beteiligung von al-Nusra – konnte offenbar einen Korridor zu den belagerten Gruppen im Ostteil der Stadt herstellen. Dieser Korridor sei schmal, werde von syrischen Flugzeugen bombardiert und könne tagsüber nicht genutzt werden. Es sei den Angreifern nicht gelungen, Waffen in den Ostteil der Stadt zu bringen. In den Kämpfen seien 500 bis 800 Angreifer getötet und Tausende verletzt worden.

Diesel, Gas und andere Hilfsgüter werden in den Westteil der Stadt geliefert, der seinerseits in Gefahr war, abgeschnitten zu werden.

Es sind die wohl heftigsten Kämpfe in diesem langen Krieg. Die Offensive von IS und al-Nusra scheint ihre Ziele verfehlt zu haben (Stand 8.8.).


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