Hintergrund

Für „Unsere Oligarchen“ ist der deutsche Staat jederzeit da

Zum Abschluss einer UZ-Serie über die Spitzen des deutschen Finanzkapitals
Richard Corell und Stephan Müller
Ausgabe vom 17. März 2017
Das Erbschaftsteuergesetz wurde so gestrickt, dass Maria-Elisabeth Schaeffler ihre Schaeffler AG ungeschmälert vererben kann. (Foto: Berny Meyer/ Schaeffler Technologies AG & Co. KG 2016)

Das Erbschaftsteuergesetz wurde so gestrickt, dass Maria-Elisabeth Schaeffler ihre Schaeffler AG ungeschmälert vererben kann. (Foto: Berny Meyer/ Schaeffler Technologies AG & Co. KG 2016)

Wer sind im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts die deutschen Finanz­oligarchen? Zwölf davon, die die Szene bestimmen, sind in einer monatlichen Kolumne in dieser Zeitung unter dem Titel „Unsere Oligarchen“ vorgestellt worden. Oft sind es die Erben der Finanzoligarchen, die die Weltkriege angezettelt haben. Aber sie haben dazugelernt: Diesmal soll die Frage nach der Weltmacht erst offen ausgesprochen werden, wenn nach der wirtschaftlichen auch die politische und militärische Hegemonie in Europa gesichert ist, durch das „Friedensprojekt“ EU. Worauf gründet sich ihre ökonomische Macht? Wer sind ihre Bündnispartner im In- und Ausland, wo spannen sie ihre Netzwerke, wer sind ihre Hauptkonkurrenten? Die 12 heißen Siemens und Porsche, Quandt und Mohn (Bertelsmann), Kröner (Fresenius) und Oetker, Bosch und Plattner (SAP), Voith und von Brandenstein-Zeppelin, Schaeffler und Henkel.