Putin schlägt Cyber-Abkommen vor

|    Ausgabe vom 19. Mai 2017

Nach dem weltweiten Angriff eines Computerwurms hat der russische Präsident Wladimir Putin den USA erneut ein Abkommen über Cybersicherheit vorgeschlagen. Im vergangenen Jahr habe Washington die Idee leider nicht aufgegriffen, sagte Putin am Montag in Peking zum Abschluss des internationalen „Seidenstraßen“-Forums.
Putin beschwor die Gefahr durch Internet-Attacken. „Wenn solche Geister aus der Flasche gelassen werden, vor allem durch Geheimdienste, dann wenden sie sich manchmal selbst gegen die Urheber und richten Schaden an“, sagte Putin. „Deshalb muss über diese Frage schnell und auf politisch hoher Ebene geredet werden, um Schutzsysteme auszuarbeiten.“
Die Erpresser-Software, die vergangene Woche Hunderttausende Computer in aller Welt angegriffen hatte, habe in Russland kaum Schaden angerichtet, sagte Putin. Er verwahrte sich gegen Unterstellungen, dass Moskau etwas mit der Attacke zu tun habe. Der Trojaner „Wanna Cry“ sei eine Schöpfung der USA-Geheimdienste, die eine Sicherheitslücke des Betriebssystems Windows der USA-Firma Microsoft nutze.


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