Der rote Kanal

|    Ausgabe vom 30. Juni 2017

Moderne Kriegsführung
Die Briten gehen sehr entspannt mit dem Thema weitreichende Erfindungen – Erfindungen für die Kriegsführung um. Behauptet wird die Massenproduktion von lebensrettendem Penicillin, die plastische Chirurgie oder die Entwicklung des GPS – alles sei ursprünglich für den Krieg und die Verwundeten erfunden worden. Die Dokumentation aus dem Jahr 2016 will uns die einflussreichsten Erfindungen der Kriegsführung und ihre weitere Geschichte zeigen. Mal gespannt, ob die Filmemacher kritisch damit umgehen.
Sa., 1.7., 20.15 Uhr, n-tv

Endspiel ConFed-Cup
Nur Wetter haben die Hoffnung, dass ihre Endspielpaarung auch tatsächlich die ist, die angepfiffen wird. Fußballfreunde sollten sich eher freuen, dass der Spuk dann vorbei ist, die Spieler tatsächlich in Urlaub gehen können, wenn ihr Verein nicht Vermarktungstrips nach China oder sonst wohin auf dem Zettel hat und die Chose ununterbrochen weiter geht. Ersparen kann man sich die unsäglichen Moderatoren und ihre Experten vor und nach dem Spiel.
So., 2.7., 20.00 Uhr, ZDF

Dirty Harry
Wer mit guten Gründen sich dem Fußballspiel verweigert, diesen Film zwar schon gesehen hat, sollte dennoch diese Alternative überlegen. Ein Klassiker, der heute noch genauso spannend ist wie im Entstehungsjahr 1971. Clint Eastwood, so jung und schon irre präsent, spielt den gnadenlosen Polizisten „Dirty Harry“ Callahan. Er verfolgt einen Mörder, der zuvor aus der Haft entlassen werden musste und nun Schulkinder entführt hat. Regie Don Siegel
So., 2.7., 20.15 Uhr, arte

The Imitation Game
Der brillante Mathematikprofessor Alan Turing sucht im Zweiten Weltkrieg eine besondere Herausforderung: Er möchte die deutsche Chiffriermaschine Enigma knacken. Fast im Alleingang schafft er es. In den 1950er Jahren wegen seiner Homosexualität verurteilt, starb er unter ungeklärten Umständen. Turings jahrzehntelang verschwiegene Verdienste im Zweiten Weltkrieg verarbeitete Morten Tyldum zu einem hochspannenden Drama. „Sherlock“-Darsteller Benedict Cumberbatch in der Hauptrolle und Keira Knightley als Vertraute spielen zwei Seelenverwandte, die darunter leiden, ihrer Zeit voraus zu sein. Für acht Oscars nominiert, unter anderem für die Beste Regie, den Besten Hauptdarsteller, die Beste Nebendarstellerin und als Bester Film, erhielt der Film eine Auszeichnung für das Drehbuch, das auf der von Andrew Hodges verfassten Biografie über das außergewöhnliche Mathematik-Genie Alan Turing basiert.
Mo., 3.7., 20.15 Uhr, ARD

Die Silicon Valley-Revolution
Wie ein paar Freaks die Welt veränderten. Silicon Valley ist heute Sitz der IT-Konzerne, früher sollen sich hier Bastler versammelt haben. Die „Computerpioniere“ kommen in dieser Dokumentation zu Wort. Diejenigen, die nicht das große Geld gemacht haben. Laut Ankündigung sind sie getrieben von „Leidenschaft, Wissensdurst und dem Wunsch, die Welt zu verbessern“. Doch hinter den neuen Möglichkeiten, die mit der technischen Entwicklung verbunden sind, stehen heute riesige Konzerne, Monopole.
Larry Tesler, einer der „Pioniere“, sagt: „Damals war der Computerhersteller IBM für uns das Establishment. Heute sind Google, Facebook, Apple und Microsoft die führenden Konzerne, sie haben Milliarden von Kunden! Was ich damals mit geschaffen habe, ist heute das Establishment. Dabei wollte ich doch genau das loswerden.“ Dazu braucht es dann aber andere Pioniere.
Mo, 3.7., 23:00 Uhr, ARD

Zwei Tipps, den Kasten nicht einzuschalten:
Fast 10 Stunden dauert die Übertragung der Trauerfeierlichkeiten für Helmut Kohl. Die Sender werden live und in Farbe nichts auslassen.
Sa., 1.7., ab 11.00 Uhr, n-tv und ARD
Die rollenden Pharmazie-Mitarbeiter sind ab Samstag unter dem Titel „Tour de France“ unterwegs. Start ist diesmal in Düsseldorf, wo der Hype seit Wochen ständig sich selbst überschlägt. Kollidiert nicht mit dem obigen Tipp, denn die Sender haben sich abgesprochen.
Sa., 1.7., ab 15.00 Uhr, ARD und Dritte


  Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (redaktion@unsere-zeit.de):

Leserbrief zu »Der rote Kanal«, UZ vom 30. Juni 2017





Wir bitten darum, uns kurze Leserzuschriften zuzusenden. Sie sollten unter der Länge von 1800 Zeichen bleiben. Die Redaktion behält sich außerdem vor, Leserbriefe zu kürzen und kann nicht versprechen, dass jeder Leserbrief beantwortet oder veröffentlicht wird. Anonyme Leserzuschriften werden in der Regel nicht veröffentlicht.