Neue Syrien-Gespräche

|    Ausgabe vom 14. Juli 2017

Nach der neuen Waffenruhe in Syrien will Russland gemeinsam mit den USA die bestehenden Deeskalationszonen ausbauen. Die Türen für eine Zusammenarbeit seien offen, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Montag in Moskau.
In Genf begann zugleich eine weitere Runde der Syrien-Friedensverhandlungen unter Vermittlung der UNO. Auch der UNO-Sonderbeauftragte Staffan de Mistura stellte dort weitere Deeskalationszonen in Aussicht. Er zeigt sich zum Beginn der insgesamt siebten Gesprächsrunde vorsichtig optimistisch.
Die am vergangenen Sonntag gestartete Waffenruhe im Südwesten Syriens hielt an ihrem zweiten Tag trotz einiger Verstöße weitgehend. Es gebe einige Brüche der Feuerpause, heißt es in unbestätigten Meldungen.
Die Feuerpause war von den USA, Jordanien und Russland vereinbart worden. Von der jordanischen Hauptstadt Amman aus solle die Einhaltung der Waffenruhe überwacht werden, sagte Lawrow. Dort habe man direkten Kontakt zu den syrischen Regierungstruppen und der Opposition. Lawrow hoffe, dass die Umsetzung der Deeskalationszonen bei den Syrien-Verhandlungen im Fokus stehen werden, meldete Interfax.
De Mistura sagte, die Waffenruhe sei ein wichtiger Schritt Richtung Deeskalation des Konflikts, er rechne jedoch nicht mit einem Durchbruch, wohl aber mit „einigen stufenweisen Fortschritten“.
Bei den Verhandlungen soll unter anderem über eine neue Verfassung für Syrien gesprochen werden. Erwartet wird, dass beide Seiten erneut nur indirekt miteinander verhandeln. Alle bisherigen Gespräche in der Schweiz waren ohne greifbare Ergebnisse geblieben.


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