Friedensgespräche ausgesetzt

|    Ausgabe vom 19. Januar 2018

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos ordnete am 10. Januar den Rückzug seiner Delegation von den Friedensverhandlungen mit der Guerrillaorganisation ELN an. Nach dem Auslaufen des bilateralen Waffenstillstands gab es einen Anschlag auf eine Öl-Pipeline im Departement Casanare, daraufhin kündigte Santos den sofortigen Abzug des Chefunterhändlers Gustavo Bell an. Die nun eigentlich anstehende fünfte Runde der Friedensverhandlungen in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito wird somit bis auf Weiteres ausgesetzt. Seit über einem Jahr gibt es Verhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung und der ELN, am 1. Oktober 2017 trat ein bilateraler, zeitlich begrenzter Waffenstillstand in Kraft, der nach 101 Tagen am 9. Januar planmäßig endete. In der fünften Runde der Verhandlungen sollte zunächst ein erneuter Waffenstillstand diskutiert werden. Santos macht die ELN für den Anschlag verantwortlich. Die ELN beschuldigte die Regierung, sich nicht an die Bedingungen des Waffenstillstands gehalten zu haben.


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