Angeblicher Gasangriff

|    Ausgabe vom 9. Februar 2018

Die private Zivilschutzorganisation „Weißhelme“, die nur in den vom „Komitee zur Befreiung der Levante“, einem radikal-islamischen Bündnis verschiedener Milizen, kontrollierten Gebieten aktiv ist, beschuldigte die syrische Regierung, Giftgas gegen die Bevölkerung eingesetzt zu haben. In Sarakib im Nordwesten Syriens sollen mindestens zwölf Menschen durch eine von einem Hubschrauber abgeworfene Chlorgasbombe verletzt worden sein. Unabhängige Bestätigungen gibt es für die Angaben nicht. Dennoch forderte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, Präsident Assad auf, den Einsatz von Chemiewaffen umgehend zu stoppen. Der russische UNO-Botschafter, Wassili Nebensja, wies die Anschuldigungen zurück und bezeichnete Syrien als „gewissenhaftes Mitglied“ der Chemiewaffenkonvention. Interessant ist der Zeitpunkt der Anschuldigung, konnte die Regierung Assad auf der „Konferenz des nationalen Dialogs“ in Sotschi doch einen großen Fortschritt in Richtung Beendigung des Krieges erzielen.


  Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (redaktion@unsere-zeit.de):

Leserbrief zu »Angeblicher Gasangriff«, UZ vom 9. Februar 2018





Wir bitten darum, uns kurze Leserzuschriften zuzusenden. Sie sollten unter der Länge von 1800 Zeichen bleiben. Die Redaktion behält sich außerdem vor, Leserbriefe zu kürzen und kann nicht versprechen, dass jeder Leserbrief beantwortet oder veröffentlicht wird. Anonyme Leserzuschriften werden in der Regel nicht veröffentlicht.