Politik
Themen:

Gegen Diffamierung

|    Ausgabe vom 6. April 2018

Am 11. April vor 73 Jahren befreiten sich die Insassen des Konzentrationslagers Buchenwald selbst. Die „Initiative Buchenwald-Gedenken“ veröffentlichte zum diesjährigen Gedenken einen Aufruf, in dem sie schreibt: „Im Windschatten der Kriegsvorbereitungen blüht der Faschismus wieder auf, Armut im Lande nimmt zu, die Menschen stehen wieder in Suppenküchen an und werden dort auch noch gegeneinander gehetzt. Jeder ist mit sich selbst und seinem Überlebenskampf beschäftigt, Solidarität, wie sie in der DDR zum Zusammenleben gehörte, wird diffamiert, wie die gesamte Geschichte dieses sozialistischen Landes, das wahrhaft friedlich den Schwur von Buchenwald umsetzte. Die Erinnerung an die DDR, samt ihrer antifaschistischen Kultur, der wir die Gedenkstätte Buchenwald mit Glockenturm und Denkmal verdanken, soll diffamiert und vergessen werden. Grotesk ist, wenn wir bei Gedenkveranstaltungen wie im letzten Jahr hören müssen, dass in Buchenwald die Wurzeln des vereinten Europas lägen, die Wurzeln der EU, die sich aufschwingt, selber kriegsfähig zu werden, die Staaten wie Griechenland für den Profit des Kapitals der führenden Länder in den Ruin treibt. (…) Wehren wir uns gegen die Verfälschung der Geschichte durch und im Interesse des herrschenden Kapitals. Gedenken wir unserer tapferen Genossen des internationalen Lagerkomitees und führen wir in deren Sinne den Kampf gegen Faschismus und Krieg. Noch nie war der Schwur von Buchenwald so aktuell wie heute.“


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Leserbrief zu »Gegen Diffamierung«, UZ vom 6. April 2018





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