Am 8. März wurde nicht nur gefeiert

Dabei wird es nicht bleiben

Allein in Essen waren 180 Besucherinnen und Besucher zu einer der zahlreichen Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag gekommen. Die Revue „Umsteigen – Jetzt!“ des Frauenarbeitskreises der DKP kommentierte in kleinen Sketchen unter anderem den Pflegenotstand und den Rechtsruck in Deutschland.

In Berlin trat bereits am 7. März die Kabarettistin Jane Zahn auf, um der „Rückentwicklung der Emanzipation“ etwas entgegenzusetzen und in Bremen erfuhren gut 60 Interessierte Wissenswertes über das Leben und Wirken der russischen Frauenrechtlerin und Revolutionärin Inès Armand. In Stuttgart benannten Aktivistinnen einen der vielen nach Männern benannten Plätze nach der Kommunistin Clara Zetkin. Die DKP lud zu einem Abend mit Gina Pietsch unter dem Titel „Sagen wird man über uns‘sre Tage“ ein.

Wir können hier nur einen Auszug der vielen Aktionen und Veranstaltungen abbilden. Sie alle machten deutlich, dass Frauen nicht nur das Erreichte feiern, sondern es auch verteidigen werden. Und dabei wird es nicht bleiben, denn das Erreichte ist noch lange nicht genug!

In der Revue des Frauenarbeitskreis der DKP Essen traf man auf neue Nazis und widerständige Omas gegen Rechts, Katastrophentouristinnen, Aldi-Kassiererinnen, Pflegeroboter und Frauen, die nicht fassen konnten, wie restriktiv die Gesetze zu Schwangerschaftsabbrüchen heute immer noch sind (Bild oben). Auch zwei Kriegsministerinnen statteten der Veranstaltung einen Besuch ab (Bild unten links). Die Darstellerinnen ernteten langen Applaus. (Foto: Peter Köster)

In der Revue des Frauenarbeitskreis der DKP Essen traf man auf neue Nazis und widerständige Omas gegen Rechts, Katastrophentouristinnen, Aldi-Kassiererinnen, Pflegeroboter und Frauen, die nicht fassen konnten, wie restriktiv die Gesetze zu Schwangerschaftsabbrüchen heute immer noch sind (Bild oben). Auch zwei Kriegsministerinnen statteten der Veranstaltung einen Besuch ab (Bild unten links). Die Darstellerinnen ernteten langen Applaus. (Foto: Melina Deymann)

Unter dem Titel „Liliths Vermächtnis“ rezitierte und spielte der Schauspieler Moritz Stoepel bei der Frauentagsveranstaltung der DKP Offenbach Lyrik von Poetinnen aus verschiedenen Jahrhunderten. (Foto: Ruth Zeise)

Stuttgart: der Gustav-Heinemann-Platz wurde zum Clara-Zetkin-Platz, am Schlossplatz wurde für Else Himmelheber, Antifaschistin, Frauenkämpferin und Kommunistin, eine Statue umgestaltet. Sie war Mitglied der antifaschistischen Widerstandsgruppe Schlotterbeck und wurde 1944 im KZ Dachau von den Faschisten ermordet. (Foto: Christa Hourani)

  • Aktuelle Beiträge
Über den Autor

Lars Mörking (Jahrgang 1977) ist Politikwissenschaftler und Chefredakteur der UZ. Er arbeitet seit 2011 bei der Zeitung der DKP, zunächst als Redakteur für „Wirtschaft & Soziales“, anschließend übernahm er das Ressort „Internationale Politik“.

Mörking arbeitete nach seinem Studium in Peking und war dort Mitarbeiter der Zeitschrift „China heute“, die in mehreren Sprachen von der staatseigenen China International Publishing Group herausgegeben wird.

✘ Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (leserbriefe (at) unsere-zeit.de)

"Dabei wird es nicht bleiben", UZ vom 13. März 2020



    Bitte beweise, dass du kein Spambot bist und wähle das Symbol Stern aus.

    Vorherige

    Neue Lichtgestalt

    Lebensrisiko

    Nächste