Kinderarmut steigt

|    Ausgabe vom 16. September 2016

Fast zwei Millionen Kinder in Deutschland sind auf Hartz IV angewiesen, teilt die Bertelsmann-Stiftung mit. Sie zitiert Berechnungen, wonach die Quote der unter 18-Jährigen in Hartz-IV-Haushalten in den westlichen Bundesländern von 12,4 Prozent im Jahr 2011 auf 13,2 Prozent im Jahr 2015 gestiegen ist. Im Osten sank der Anteil armer Kinder im selben Zeitraum zwar um 2,4 Prozentpunkte, blieb aber mit 21,6 Prozent vergleichsweise hoch. Damit wuchsen vergangenes Jahr in Deutschland insgesamt mehr als 1,9 Millionen Kinder in Armut auf (14,7 Prozent) – 52 000 mehr als noch 2011.
Die von Bertelsmann zitierten Soziologen stellten ferner fest, dass die Mehrheit der betroffenen Kinder über längere Zeit in der Armut feststeckt: Im Schnitt seien 57,2 Prozent der betroffenen Kinder zwischen 7 und 15 Jahren mehr als drei Jahre auf Grundsicherungsleistungen angewiesen. Die Studie bestätigt eine lang bekannte Eigenheit dieser Gesellschaft: Armut vererbt sich ähnlich wie Reichtum.


  Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (leserbriefe@unsere-zeit.de):

Leserbrief zu Artikel »Kinderarmut steigt«, UZ vom 16. September 2016





Wir bitten darum, uns kurze Leserzuschriften zuzusenden. Sie sollten unter der Länge von 1800 Zeichen bleiben. Die Redaktion behält sich außerdem vor, Leserbriefe zu kürzen und kann nicht versprechen, dass jeder Leserbrief beantwortet oder veröffentlicht wird. Anonyme Leserzuschriften werden in der Regel nicht veröffentlicht.