VW und die Diktatur

(gfp)   
|    Ausgabe vom 4. August 2017

Staatsanwaltliche Ermittlungen gegen den Volkswagen-Konzern in Brasilien könnten bald zu einem vorläufigen Abschluss kommen. VW wird vorgeworfen, mit dem brasilianischen Militärregime kooperiert zu haben. Laut Erkenntnissen von Brasiliens Wahrheitskommission hat der brasilianische Volkswagen-Ableger nicht nur oppositionelle Arbeiter ausspioniert und Erkenntnisse direkt an die Repressionsapparate weitergereicht, sondern sogar Folter auf dem Werksgelände zugelassen. Indizien deuten darauf hin, dass VW do Brasil außerdem die Militärdiktatur direkt unterstützt hat – etwa durch Spenden an regimenahe Institute, womöglich sogar durch das Bereitstellen von Fahrzeugen für Folterzentren. Der Konzern streitet dies ab.
Auch andere bundesdeutsche Firmen haben eng mit der brasilianischen Junta und mit Militärregimes in weiteren Ländern Lateinamerikas kollaboriert, etwa in Argentinien. Die blutige Repression ermöglichte es ihnen, hohe Profite zu erzielen.


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