Proteste in Marokko

|    Ausgabe vom 13. Oktober 2017

In der marokkanischen Wirtschaftsmetropole Casablanca sind rund 4 000 Menschen aus Protest gegen die Regierung auf die Straße gegangen. Dazu hatte die Vereinte Sozialistische Partei (PSU) aufgerufen, um die Freilassung der inhaftierten Berber aus dem marginalisierten Rif-Gebirge in der nördlichen Provinz Al Hoceïma zu fordern.
Seit Oktober vergangenen Jahres kommt es im Norden Marokkos in der Provinz immer wieder zu Demonstrationen gegen die Regierung. Die Proteste richten sich gegen Arbeitslosigkeit, Polizeiwillkür und Korruption. Die Situation eskalierte, als ein Fischhändler in einer Müllpresse getötet wurde. Als sein illegaler Fang konfisziert und vernichtet wurde, sprang der Mann in den Müllwagen. Zahlreiche Aktivisten wurden im Zuge der anschließenden Proteste festgenommen, darunter auch der Anführer der Protestbewegung, Nasser Zefzafi.


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