Auch Wiederanschalten kostet

Von Ulrich Straeter, Essen
|    Ausgabe vom 3. November 2017

Was die Verstärkung der Armut konkret betrifft: Nicht nur das Abschalten des Stromzählers kostet erhebliche Gebühren, sondern auch das Wiederanschalten (noch mehr!). Und das bei Menschen, die gerade in der genannten Situation kein Geld haben. Ganz abgesehen davon, dass auch Telefon, Fernsehen und Zeitung usw. ganz schnell „abgeschaltet“ werden. Und da preiswerte Wohnungen häufig noch Nachtspeicherheizungen haben, sitzen die Leute dann auch im Kalten. Egal, ob jemand krank ist oder nicht. Man sieht an diesem Beispiel, wie ernst es doch unsere christlich geprägte Wertegesellschaft mit den Menschenrechten und der Menschenwürde meint. Dabei ist der Strom schon längst doppelt und dreifach bezahlt. Die Dividende der RWE betrug zu den besten Zeiten über 30 Prozent. Über 90 Prozent der Aktien befinden sich in der Hand von Banken und anderer Konzerne. Die Hauptversammlungen sind eine Farce.


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