Der rote Kanal

|    Ausgabe vom 1. Dezember 2017

The Book of Eli
Der letzte Kämpfer, gespielt von Denzel Washington, gibt den apokalyptischen Szenarien in diesem Film der Hughes-Brüder, einen beeindruckenden Touch. Endzeit-Vorstellungen nach totaler Verwüstung der Erde sind im Kino keine Seltenheit, das Drehbuch lässt dabei nichts aus und das Rettende liegt nicht nur nah – eine Ausgabe der Bibel – sondern auch in der sehnsuchtsvollen Suche nach Solidarität und Gemeinschaft. Gerry Oldman gibt den skrupellosen Gegner, der ahnt, dass sowohl das Buch wie auch die Hoffnungen der Überlebenden seinen diktatorischen Strategien Widerstand entgegenbringen.
Spät am Abend, aber auch dank beeindruckender Szenerie und Kameraführung sehenswert.
Fr., 1.12., 23.30 Uhr, ARD

Heinrich Böll

Am 21. Dezember wäre Böll 100 Jahre alt geworden. Eine aktuelle Dokumentation über den Schriftsteller, streitbaren Demokraten und als moralische Instanz der Bonner Republik geht weit zurück und beginnt mit seinen Kriegstagebüchern, die erst jetzt veröffentlicht wurden.
Im Anschluss eine Verfilmung seines Romans „Gruppenbild mit Dame“, gedreht 1977 mit Romy Schneider in der Hauptrolle, war ein schwaches Buch, man ist versucht zu sagen, der Film ist um einiges besser.
Sa., 2.12., 20.15 Uhr, 3sat

Kontinente in Bewegung

Eine großangelegte Dokumentation des kanadischen Fernsehens über mehrere Stunden in fünf Abschnitten lässt sowohl die Entstehungsgeschichte wie die ständigen Veränderungen und Wanderungen der Kontinente deutlich werden. Welche tektonischen Bewegungen und vulkanischen Ausbrüche hatten welche Auswirkungen auf Fauna und Flora. Wer den Sonntagnachmittag auf der Couch verbringen möchte, wird gut informiert, zwar spektakuläre Bilder, aber ein wohltuend nüchterner sachlicher Kommentar.
So., 3.12., 12.45 Uhr, arte


  Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (redaktion@unsere-zeit.de):

Leserbrief zu »Der rote Kanal«, UZ vom 1. Dezember 2017





Wir bitten darum, uns kurze Leserzuschriften zuzusenden. Sie sollten unter der Länge von 1800 Zeichen bleiben. Die Redaktion behält sich außerdem vor, Leserbriefe zu kürzen und kann nicht versprechen, dass jeder Leserbrief beantwortet oder veröffentlicht wird. Anonyme Leserzuschriften werden in der Regel nicht veröffentlicht.