Machtlos gegen deutschen Exportüberschuss

|    Ausgabe vom 1. Dezember 2017

Die heimische Politik kann kaum etwas gegen die riesenhaften Exportüberschüsse tun, behauptet das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW). In einer Studie, die im Auftrag des Bundesfinanzministeriums angefertigt wurde, prognostizieren die Autoren deshalb, dass der Exportüberschuss auf absehbare Zeit sehr hoch bleiben werde. Mehr schuldenfinanzierte öffentliche Ausgaben hätten kaum einen Effekt, genauso wenig wie gegenfinanzierte Steuersenkungen. Mit keiner Maßnahme ließe sich der Überschuss dauerhaft unter die von der EU-Kommission vorgesehene Höchstmarke von sechs Prozent senken. 2015 und 2016 lag er bei mehr als acht Prozent des BIP (Bruttoinlandsprodukt). Die Möglichkeit einer stärkeren Anhebung der Löhne, die die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen schmälern würde, wird von den Autoren allerdings gar nicht erwogen. Vermutlich ist so etwas außerhalb ihrer Vorstellungskraft.


  Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (redaktion@unsere-zeit.de):

Leserbrief zu »Machtlos gegen deutschen Exportüberschuss«, UZ vom 1. Dezember 2017





Wir bitten darum, uns kurze Leserzuschriften zuzusenden. Sie sollten unter der Länge von 1800 Zeichen bleiben. Die Redaktion behält sich außerdem vor, Leserbriefe zu kürzen und kann nicht versprechen, dass jeder Leserbrief beantwortet oder veröffentlicht wird. Anonyme Leserzuschriften werden in der Regel nicht veröffentlicht.