Alexis Tsipras

Von om
|    Ausgabe vom 8. Dezember 2017

Eine „progressive Agenda in Europa“ – das ist ein Grund, um verträumt zum Horizont zu schauen. Alexis Tsipras – hier der linke Träumerblick – sieht jetzt die Gelegenheit dafür. Er hat in der letzten Woche in einer SMS beschrieben, worin für ihn eine „wahrhaft linke und fortschrittliche Position“ besteht: „Nicht darin, die eigene Identität möglichst sauber zu halten, sondern für wirkliche Veränderungen und Reformen zu kämpfen, im Interesse der Vielen.“ Und er erklärt in dieser SMS – internationale Solidarität! – einem deutschen Freund, wie es möglich ist, „für notwendige progressive Reformen und die Demokratisierung Europas zu streiten“.
Der deutsche Freund ist der designierte Minister für irgendwas, Martin Schulz, mit zartem Lächeln rechts im Bild. Was rät Tsipras seinem Freund, um für „progressive Reformen zu streiten“? Schulz soll eine große Koalition bilden. Zumindest lernen wir daraus, dass Tsipras seine Identität als Sozialdemokrat inzwischen blitzsauber hält.


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Leserbrief zu »Alexis Tsipras«, UZ vom 8. Dezember 2017





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