Ärztestreik in Bolivien

|    Ausgabe vom 12. Januar 2018

Am vergangen Montag kündigte Boliviens Präsident Evo Morales an, gerichtlich gegen den Streik im Medizinsektor vorzugehen, um die medizinische Versorgung im Land wiederherzustellen. „Ich habe für das Leben und die Gesundheit unseres Volkes entschieden, alle konstitutionellen und rechtlichen Handhaben auszuschöpfen, um dem bolivianischen Volk die medizinische Versorgung und den Gesundheitsservice zurück zu geben […] denn dies ist ein fundamentales Menschenrecht.“ Trotz einer Einigung zwischen der Regierung und der Ärzteorganisation setzten die Ärzte am Montag ihren seit 46 Tagen andauernden Streik fort. Sie fordern die Rücknahme eines neuen Gesetzes zur Ärztehaftung bei Kunstfehlern und wehren sich gegen ein Dekret zur Gründung einer nationalen Gesundheitsbehörde. Um die schlimmsten Folgen des Streiks abzumildern, hat die Regierung in vier Städten ärztliche Beratungszentren eingerichtet. Eine Million Arzttermine und über 10 000 geplante Operationen sind durch den Streik bisher ausgefallen. Morales vermutet hinter dem Streik einen Angriff auf seine erneute Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl 2019.


  Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (leserbriefe@unsere-zeit.de):

Leserbrief zu Artikel »Ärztestreik in Bolivien«, UZ vom 12. Januar 2018





Wir bitten darum, uns kurze Leserzuschriften zuzusenden. Sie sollten unter der Länge von 1800 Zeichen bleiben. Die Redaktion behält sich außerdem vor, Leserbriefe zu kürzen und kann nicht versprechen, dass jeder Leserbrief beantwortet oder veröffentlicht wird. Anonyme Leserzuschriften werden in der Regel nicht veröffentlicht.