Frauenrecht

|    Ausgabe vom 2. März 2018

Tausende Frauen demonstrierten in Argentinien am 20. Februar für ein Recht auf Abtreibung. Die Demonstrationen folgten einer Online-Kampagne der „Nationalen Kampagne für das Recht auf legale, sichere und kostenfreie Abtreibung“ auf, die den Hashtag #AbortoLegalYa, zum häufigsten Thema des Landes auf Twitter machte. Nach argentinischem Recht sind Abtreibungen illegal, außer die Schwangerschaft gefährdet das Leben der Mutter oder ist das Resultat von Vergewaltigung, Missbrauch oder Inzest. Nach Angaben des argentinischen Gesundheitsministeriums finden jährlich zwischen 300000 und einer halben Million illegale Abtreibungen statt. Die Illegalität und die daraus resultierenden hygienischen Bedingungen machen Komplikationen nach einer Abtreibung zur häufigsten Todesart werdender Müttern in Argentinien. Mehr als 350 Organisationen haben dem Parlament im Jahr 2007 ein Gesetz vorgelegt, das die Kriminalisierung von Abtreibung beenden soll, es wurde aber nie darüber abgestimmt. Vanina Biasi, eine der Organisatorinnen der Demonstration, sagte, die Entkriminalisierung werde nicht die Anzahl der Abtreibungen erhöhen, sondern die Zahl der Frauen reduzieren, die dabei sterben. Weder die Rechtsregierung von Mauricio Macri noch die seiner Vorgängerin Cristina Fernandez wären bereit gewesen, sich mit der Entkriminalisierung zu befassen. „Wir wissen, sie werden nur auf uns hören, wenn mehr und mehr von uns auf die Straße gehen.“


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Leserbrief zu Artikel »Frauenrecht«, UZ vom 2. März 2018





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