Unterstützung

|    Ausgabe vom 9. März 2018

Mit dem Honduras-Besuch der UN-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nimrata Haley, demonstrierte die US-Regierung Unterstützung für den von der Opposition als illegitim bezeichneten Präsidenten Juan Orlando Hernández. Washington hatte die Regierung bereits im Dezember anerkannt, als auch die von den USA dominierte Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) von Wahlbetrug sprach. Honduras bedankte sich damit, dass es als eines von nur neun Ländern in der UNO nicht gegen die US-Entscheidung stimmte, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. Überschattet wurde der Besuch von den anhaltenden Protesten gegen Hernández. Die Polizei ging mit Tränengas und Schlagstöcken gegen die Demonstranten vor und zerstörte Holzkreuze und Särge, die an die 40 Menschen erinnern sollten, die seit Dezember bei den Protesten getötet wurden. Haley kommentierte die Demonstrationen und Wahlbetrugsvorwürfe nicht, dankte bei ihrem Besuch aber „dem Präsidenten und dem Volk von Honduras für den Kampf und für alles was sie für die Verwirklichung der Rechte in Venezuela getan haben, wo wir erleben mussten, wie eine erfolgreiche Demokratie sich in eine Diktatur verwandelt hat.“


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Leserbrief zu Artikel »Unterstützung«, UZ vom 9. März 2018





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