Beschlagnahmung

|    Ausgabe vom 9. März 2018

In Südafrika hat der Oberste Gerichtshof in letzter Instanz Entschieden, dass das im vergangenen Mai im Hafen von Port Elizabeth beschlagnahmte Phosphat der Demokratischen Arabischen Republik Sahara (DARS) gehört und zu ihren Gunsten meistbietend versteigert werden soll. Der Rohstoff war von einem marokkanischen Bauunternehmen in der Westsahara gefördert worden und sollte nach Neuseeland geliefert werden. Die Westsahara ist seit 1975 in weiten Teilen von Marokko besetzt. Nach internationalem Recht darf eine Besatzungsmacht die Ressourcen des von ihr okkupierten Gebietes nicht zum eigenen Vorteil ausbeuten. Am vergangenen Dienstag musste Marokko eine weitere Schlappe hinnehmen: der Europäische Gerichtshof urteilte, dass das 2014 geschlossene Fischereiabkommen zwischen Marokko und der EU nicht für die Westsahara gilt. Bisher fischten die EU-Fangflotten auf Grundlage des Vertrages vor allem in den Küstengewässern der Westsahara.


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Leserbrief zu Artikel »Beschlagnahmung«, UZ vom 9. März 2018





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