Lieber Genosse Raúl Castro, lieber Genosse Miguel Díaz-Canel,

Von DKP
|    Ausgabe vom 27. April 2018

Miguel Mario Díaz-Canel Bermúdez
Der 58 Jahre alte neue Präsident Kubas arbeitete bis 1987 hauptamtlich für den Kommunistischen Jugendverband „Unión de Jóvenes Comunistas“ (UJC) und war in Nicaragua UJC-Sekretär für die dorthin entsandten Kubaner. Nach seiner Rückkehr wurde er Sekretär des Provinzkomitees der UJC in Villa Clara. Gleichzeitig gehörte er dem nationalen Vorstand der UJC an und wurde 1993 zum Zweiten Sekretär der UJC gewählt.
1993 wurde er Mitglied des Provinzkomitees der Kommunistischen Partei Kubas (PCC) in Villa Clara und 1994 zu dessen Erstem Sekretär gewählt, dem höchsten öffentlichen Amt auf regionaler Ebene. 2003 wechselte er von Villa Clara in die Provinz Holguín, wo er ebenfalls den Posten des Ersten Parteisekretärs übernahm. Im selben Jahr wurde er mit 43 Jahren als bisher jüngstes Mitglied ins Politbüro gewählt. Im Mai 2009 wurde er Minister für Hochschulbildung. Am 24. Februar 2013 wurde Díaz-Canel zum Ersten Vizepräsidenten des Staatsrates gewählt.
Am 19. April 2018 wählten 99,83 Prozent der Abgeordneten (603 der 604 Anwesenden) des nationalen Parlamentes Díaz zum neuen Staatspräsidenten Kubas. Er ist damit der erste Präsident Kubas, der nach der Revolution geboren wurde.

Lieber Genosse Raúl Castro,
lieber Genosse Miguel Díaz-Canel,
wir möchten Euch im Namen der Mitglieder und Freundinnen und Freunde der Deutschen Kommunistischen Partei und ihres Parteivorstands unsere Freude und Genugtuung darüber ausdrücken, dass sich der Wechsel an der Staatsspitze des revolutionären Kuba in genau der Ruhe und Gelassenheit vollzieht, wie sich auch die Revolution selbst in den sechs Jahrzehnten seit ihrem Triumph immer wieder gegen alle denkbaren Widerstände – seien sie politischer, militärischer oder naturgewaltiger Art – verteidigt hat. Vor allem die Angriffe des US-Imperialismus konnten immer wieder abgewehrt werden, angefangen von der Schweinebucht vor 57 Jahren. […]
Wir versichern Euch unsere kommunistische Solidarität und politische Unterstützung aus dem Prinzip des proletarischen Internationalismus heraus, wonach unsere Aufgabe in diesem hochentwickelten imperialistischen Deutschland, dem wirtschaftlichen Kernland der Europäischen Union, ist, dafür zu sorgen, was Julius Nyerere einst für alle vom Imperialismus unterdrückten Staaten ausgedrückt hat: „Wir wollen nicht, dass Ihr uns die Hand reicht. Wir wollen, dass Ihr den Fuß aus unserem Nacken nehmt.“
In diesem Sinne sind wir gewiss, dass es allein um die Verteidigung des Erreichten und um die Perfektionierung des Wegs zum Sozialismus gehen kann. Wir beglückwünschen den Genossen Miguel Díaz-Canel zur Wahl in sein Amt, genauso wie Salvador Valdés für die Wahl zum Ersten Vizepräsidenten und Ramiro Valdés, Inés María Chapman, Tomás Morales, Gladys María Bejarano und Beatriz Johnson als weitere Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten sowie selbstverständlich alle weiteren gewählten 24 Mitglieder des Staatsrates der Republik Kuba.
Und wir beglückwünschen Genossen Raúl für die bewiesene Weitsicht. Es ist dies eine der wirklichen Tugenden des Menschen. Mit der Erfüllung der Aufgaben als Erster Sekretär der Kommunistischen Partei Kubas geht die Zusammenarbeit zwischen Euch in eine neue Qualität über. Kuba wird davon profitieren.
Mit kommmunistischen und solidarischen Grüßen
Patrik Köbele                    Günter Pohl
(Vorsitzender der DKP)            (Leiter Internationale Kommission)

Miguel Mario Díaz-Canel Bermúdez
Der 58 Jahre alte neue Präsident Kubas arbeitete bis 1987 hauptamtlich für den Kommunistischen Jugendverband „Unión de Jóvenes Comunistas“ (UJC) und war in Nicaragua UJC-Sekretär für die dorthin entsandten Kubaner. Nach seiner Rückkehr wurde er Sekretär des Provinzkomitees der UJC in Villa Clara. Gleichzeitig gehörte er dem nationalen Vorstand der UJC an und wurde 1993 zum Zweiten Sekretär der UJC gewählt.
1993 wurde er Mitglied des Provinzkomitees der Kommunistischen Partei Kubas (PCC) in Villa Clara und 1994 zu dessen Erstem Sekretär gewählt, dem höchsten öffentlichen Amt auf regionaler Ebene. 2003 wechselte er von Villa Clara in die Provinz Holguín, wo er ebenfalls den Posten des Ersten Parteisekretärs übernahm. Im selben Jahr wurde er mit 43 Jahren als bisher jüngstes Mitglied ins Politbüro gewählt. Im Mai 2009 wurde er Minister für Hochschulbildung. Am 24. Februar 2013 wurde Díaz-Canel zum Ersten Vizepräsidenten des Staatsrates gewählt.
Am 19. April 2018 wählten 99,83 Prozent der Abgeordneten (603 der 604 Anwesenden) des nationalen Parlamentes Díaz zum neuen Staatspräsidenten Kubas. Er ist damit der erste Präsident Kubas, der nach der Revolution geboren wurde.


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