Macht Mut

Von Tilman Rosenau, Hamburg
|    Ausgabe vom 15. Juni 2018

Der Beitrag von Mark Hadyniak macht Mut. Je konkreter es gelingt, die Wirklichkeit widerzuspiegeln, umso motivierender ist eine Nachahmung. Die schönsten Stellen im Artikel sind für mich:
„Neben der selbstständigen Lektüre wird vor allem darauf Wert gelegt, in Kleingruppen Texte zu erarbeiten und im Plenum zu diskutieren – um das eigene Verständnis zu vertiefen, rhetorische Fähigkeiten zu verbessern und die solidarische Diskussionsweise zu üben. … Die Teilnehmer und Referenten waren beeindruckt von der kollektiven Leseleistung. … Vor allen Dingen wurden Hemmungen abgebaut, sich eigenständig theoretische Inhalte zu erarbeiten.“
Schwer ist es, individuelle Stärke in den Dienst des Kollektivs zu stellen. Kritik und Selbstkritik sind Mittel, um Widersprüche aufzuheben, Kritik ist ein revolutionäres Werkzeug, dessen Gebrauch immer wieder neu erlernt werden muss. Dem Anderen zu sagen, was man über ihn denkt, muss unter der Prämisse der Selbstreflexion stehen. Nur wenn wir bei uns selber beginnen vorbildliche Tugenden zu leben, können wir auch glaubwürdig sein. Es geht um die konkrete Tat, die im politischen Arbeitsprozess eine von vornherein bezweckte Veränderung bewirkt.


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Leserbrief zu Artikel »Macht Mut«, UZ vom 15. Juni 2018





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