An der Gleichberechtigung dran bleiben

Von Marianne Konze, Gelsenkirchen
|    Ausgabe vom 6. Juli 2018

Mit Interesse habe ich den Beitrag „Rollbraten für Männer“ gelesen. Ja, Barbara Kuprat, so ist das heute noch. Kein Trost, dass es früher noch schlimmer war. Es ist kein Wunder, denn die Arbeitgeber zahlen ja immer noch bis zu 23 Prozent weniger als bei Männern.
Vieles wurde nach dem „Internationalen Jahr der Frau“ 1975 angeprangert und auch verändert, z. B. „Recht auf Arbeit“, Studium, Ausbildung oder Ganztagsschulen, Kindergärten und Frauenhäuser. Heute sind nicht genug Plätze da fürs Vorschulalter und Frauenhäuser bekommen kaum noch Geld. Die Frauenarbeiter decken in Lokalen und Gaststätten die Tische ein und machen viel mehr.
Gut, sie werden dadurch abgelenkt von der Brutalität der Männer.
Ich war in Gelsenkirchen viel im Frauenhaus und habe Tischdecken und Servietten u. a. vom Fabrikverkauf mitgebracht. Die Frauen haben die Vorbereitungen gern gemacht. Doch sie sollten sich weiterbilden, Sprachen lernen, anderen Frauen helfen – doch dafür haben sie kaum noch Zeit.
Ja, ich möchte auch sagen, die Männer haben vieles gelernt. Wenn beide arbeiten, ist es bei den meisten Familien so, dass die Arbeit mit den Kindern und im Haushalt geteilt wird. Sicher machen einige nichts, doch wenn ich mir die Nachbarn in den Hochhäusern anschaue, ist es so, dass die Männer viel machen. Trotzdem muss jede und jeder an der Gleichberechtigung dran bleiben, so wie die UZ.


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