Gerns zu Ende lesen

Von Thorsten Lünzmann, Schleswig-Holstein
|    Ausgabe vom 17. August 2018

In seinem Leserbrief „Antiimperialistischer Imperialist?“ (UZ vom 10. August) wirft Konni Kanty der UZ und dem Internationalen Sekretär des PVs, Günter Pohl, vor „immer häufiger“ „die Position der DKP bezüglich der Russischen Föderation falsch darzustellen“.
Er zitiert dazu richtige Diskussionsbeiträge des Genossen Willi Gerns, in welchen dieser „anhand der Schriften Lenins“ zu Recht herausarbeitet, dass „die RF die Charaktermerkmale eines imperialistischen Staates hat“. Er stellt dann fest, dass „obwohl die Diskussion hierüber noch nicht abgeschlossen ist“, dies „schlichtweg nicht die Position unserer Kommunistischen Partei“ sei. (…)
Vielleich ist es für uns alle sinnvoll, wenn wir den Artikel „Eine fragwürdige Russlandanalyse“ von Willi Gerns aus der UZ vom 6.10.2017, den Konni hier zitiert, einmal auch wirklich zu Ende lesen, denn der Artikel endet mit der Feststellung: „Was die Ausführungen Günters zur Politik der RF auf der weltpolitischen Ebene betrifft, so stimme ich ihm weitgehend zu. Das gilt besonders für die objektiv positive Rolle, die Russland zusammen mit China und anderen Staaten im Kampf um eine multipolare Weltordnung und die Grenzsetzung für den Weltherrschaftsanspruch des US-Imperialismus und seiner NATO-Satelliten spielt.“
Insofern steht die Position Willis nicht im Widerspruch zu den genannten Artikeln der UZ und der zitierten Aussage von Günter Pohl – genauso wenig wie die aktuelle Positionierung der Partei.


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Leserbrief zu Artikel »Gerns zu Ende lesen«, UZ vom 17. August 2018





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