Uljana Suprun

Von M. I.
|    Ausgabe vom 24. August 2018

Nicht nur die ukrainische Ärzteschaft staunt über die originellen Ideen der obersten Gesundheitsbeamtin des Landes, Uljana Suprun. Die bisher größte Leistung der 2013 aus den USA importierten Ärztin ist die Zerschlagung des kostenfreien Gesundheitssystems, das sie als „sowjetisch“ denunziert. Die Einführung von Wettbewerbs- und Marktelementen machte vor allem ländliche Gebiete zu ärzte- und krankenhausfreien Zonen. Ob die bösen Zungen recht haben, die behaupten, der Systemumbau habe der Ministerin 4 Milliarden Griwna – über 126 Millionen Euro – auf ihre Konten gespült, weiß sie allein. Jetzt hatte „Dr. Tod“, wie sie im Volksmund genannt wird, einen Geistesblitz, wie die Ausbildung medizinischen Personals verbessert werden könnte: Indem sie im Internet englischsprachige Medizinartikel studieren. Kenntnisse dieser Sprache sind im Land nicht sonderlich verbreitet, Frau Suprun weiß Rat: Fachsprache und moderne medizinische Techniken ließen sich durch intensiven Konsum von US-Fernsehserien wie „Dr. House“, „Grey‘s Anatomy“ und „Nurse Jackie“ vertiefen. Ein Tipp an die Poroschenko-Regierung: Die Ministerin sollte durch Daisy Duck ersetzt werden.


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