Feiern am Wasserturm

Von Heinz Stehr
|    Ausgabe vom 31. August 2018

Es war in Elmshorn eine der größeren Veranstaltungen, die in den Mittelpunkt die Solidarität mit Flüchtlingen, Migrantinnen und Migranten stellte. Die Verteidigung des Grundgesetzes und des inzwischen ausgehöhlten Asylrechtes bleibt Aufgabe aller linken, antifaschistischen Kräfte.
In Elmshorn existiert eine gewachsene antifaschistische Tradition, die sich aktuell in die Abwehr fremdenfeindlicher, rassistischer und neofaschistischer Angriffe bewähren muss. Rolf Becker informierte in eindringlichen Darstellungen über die aktuelle Situation des Flüchtlingsdramas im Mittelmeer und in den Anrainerstaaten im Norden Afrikas, aber auch in Spanien, auf Malta und in Griechenland. Er verwies auf Ursachen und Verursacher und die Schuldigen des tausendfachen Todes von Flüchtlingen.
Heinz Stehr brachte Überlegungen zu politischen Analysen, zu Alternativen und Perspektiven ein. Die kapitalistisch dominierte Weltordnung ist Ursache dieser aktuellen Menschheitskatastrophe. Hemmungsloses Profitstreben, grenzenlose Ausbeutung, Macht und Unterdrückung im Interesse des multinationalen Kapitals sind Kennzeichen der imperialistischen Welteinteilung.
Das Wasserturmfest lieferte viele Informationen zum Thema. Infostände von Cuba Sí, der Partei „Die Linke“, der VVN-BdA, der Marxistischen Linken, der Friedenswerkstatt des Kreises Pinneberg und der DKP boten Materialien an. Die Kommunisten bewarben das kommende UZ-Pressefest und sammelten Unterschriften zur Unterstützung der Kampagne der Friedensbewegung.
Reichlichen Zuspruch fanden das Kinderfest, die Tombola. Der Flohmarkt und der griechische Essenstand wurden reichlich genutzt. Es war wie immer auch ein Fest der Begegnung, ein Nachbarschaftsfest und ein Fest des gemeinsamen Feierns. Die angebotene kulturelle Vielfalt lud ein zum Zuhören, zum Mitsingen und auch zum Tanzen. Es spielte die Gruppe „Saints in Action“ Rock’n’Roll bis hin zu Liedern von Hannes Wader. Theo und Wassili brachten griechische Musik ein und das Duo Nancy und Achim begeisterte mit lateinamerikanischer politischer Musik.


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