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50 Jahre DKP

Gestern wie heute

Margot Konetzka zum 90.
Von Ekkehard Lentz
|    Ausgabe vom 7. September 2018

Margot Konetzka

Margot Konetzka

( Hartmut Drewes)

Margot Konetzka, geboren am 5. September 1928, ist seit ihrer Jugend in der Bremer Politik, in sozialen Auseinandersetzungen und in der Friedensbewegung aktiv. Sie ist die älteste aktive Mitstreiterin im Bremer Friedensforum.
Nach Ende des 2. Weltkriegs begann Margot Konetzka, sich politisch zu engagieren und trat in die KPD ein. „Meine Kinder und die nachkommenden Generationen sollten niemals das erleben, was meine Kindheit überschattet hat“, schrieb Margot Konetzka 2003 in der Broschüre „20 Jahre Bremer Friedensforum“.
Gestern wie heute war ihr Anliegen, für starke und kämpferische Gewerkschaften einzutreten. Noch heute ist sie als Mitglied des Seniorenkreises von ver.di bei vielen Sitzungen und Veranstaltungen dabei. Als Mitglied der DKP stadtweit bekannt, hat Margot Konetzka nie ein Alleinstellungsmerkmal für sich reklamiert, ihr Credo war und ist vielmehr der Einsatz für eine partnerschaftliche Bündnispolitik, um gemeinsam für den Frieden, soziale Gerechtigkeit und internationale Solidarität zu wirken.
Viele Jahre hat Margot Konetzka als Organisationssekretärin des einstmals großen DKP-Kreises Bremen gewirkt. Unvergessen sind die Mai-Zelt-Tage auf der Bürgerweide in Bremen, die in den 1970er- und 1980er-Jahren Zehntausende mit den Kommunisten und mit fortschrittlicher Politik in Kontakt brachten.
Margot Konetzka beteiligt sich seit vielen Jahren an der donnerstäglichen Friedens-Mahnwache auf dem Bremer Marktplatz. Die wöchentlichen Mahnwachen der Friedensbewegung gibt es seit mehr als 37 Jahren. „Es ist erstaunlich, welche Zustimmung wir oft bekommen, aber sicher auch Angriffe oder Ablehnung. Wir haben immer ein aktuelles Thema, das sich mit Abrüstung, Frieden und Verständigung beschäftigt“, so Margot Konetzka in einem Interview mit „Radio Bremen“.
Für Margot Konetzka galt in ihrem politischen Leben immer: „Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!“ Eine Erfahrung der Gewerkschaftsbewegung bestätigte sie immer wieder bei Aktionen: Lohnverzicht sichert keine Arbeitsplätze.
Ob bei der Arbeit in der „Bremer Frauenrunde“, beim internationalen Solidaritätsbasar oder gegen einen Nazi-Laden in der Bremer Innenstadt: Margot Konetzka zeichnet sich durch ihre organisatorischen Fähigkeiten und ihre außergewöhnliche Stärke in der Kommunikation aus.
Sie setzt in einer verständlichen Sprache und in klarer Gedankenführung deutliche Akzente, die der Sache dienen.
Ihre offene, kollegiale und menschliche Art, ihre klare politische Haltung haben Margot Konetzka große Anerkennung eingebracht und viele Freunde gewonnen – auch unter Andersdenkenden in Einzelfragen.
112 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner gratulieren in einer Anzeige im örtlichen „Weser Kurier“ zu ihrem 90. Geburtstag am 5. September. Darin heißt es: „Margot wirkte bereits 1950 in der Friedensbewegung durch das Sammeln von Unterschriften für den Stockholmer Appell, den ersten Aufruf zur Ächtung der Atomwaffen. Sie gehörte zu den ersten Bremer Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Ostermarsch. Bis heute ist Margot Konetzka eine aktive Mitarbeiterin im Bremer Friedensforum und der Friedensmahnwache“.


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Leserbrief zu Artikel »Gestern wie heute«, UZ vom 7. September 2018





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