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Gegen Geschichtsklitterung

Am 3. und 4. November 2018 mobilisiert die DKP zum 100. Jahrestag der Novemberrevolution nach Kiel
Von Thorsten Lünzmann
|    Ausgabe vom 5. Oktober 2018
Ein künstlerisches Zeichen zur „Erinnerung an Ereignisse im November 1918“ in Kiel (Kieler Matrosenaufstand). Skulptur „Wik“ von Hans-Jürgen Breuste in Kiel. (Foto: [url=https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-J%C3%BCrgen_Breuste#/media/File:Wik_Breuste_Kiel.jpg]I, VollwertBIT[/url])
Ein künstlerisches Zeichen zur „Erinnerung an Ereignisse im November 1918“ in Kiel (Kieler Matrosenaufstand). Skulptur „Wik“ von Hans-Jürgen Breuste in Kiel. (Foto: I, VollwertBIT / Lizenz: CC BY-SA 2.5)

Wenn Dr. Ulf Kämpfer, SPD-Oberbürgermeister der Stadt Kiel, im offiziellen Jubiläums-Programm der Stadt davon spricht, dass „der Kieler Matrosenaufstand von 1918 … als ein Meilenstein auf dem Weg zur Demokratie“ gilt, dann meint er damit die heutige bürgerlich-kapitalistische Demokratieauslegung und versucht das historische Geschehen der Novemberrevolution für seine Zwecke umzudeuten.
Besonders deutlich wird dies, wenn dann zum „Zentralen Festakt der Landeshauptstadt Kiel und des DGB Kiel“, in „bester“ sozialdemokratischer Tradition ein Admiral der Bundesmarine als einer der Festredner geladen wird. Wie schon im November 1918 versuchen Sozialdemokraten mithilfe von Militärs die wirklichen revolutionären Ziele der Matrosen und Arbeiter zu zerschlagen. Damals mit militärischer Gewalt und heute mit militaristischer Propaganda und Geschichtsverfälschung.
Doch damals wie heute regt sich dagegen Widerstand – auch und nicht zuletzt durch die, damals noch schmerzlich vermisste, revolutionäre Partei, welche erst in der Folge der Ereignisse vor hundert Jahren entstand: die Kommunistische Partei. Genau deshalb mobilisiert die DKP zu einem besonderen Aktionswochenende nach Kiel.
Im Verbund mit der SDAJ startet dieses am Samstag, dem 3.11.2018, um 10 Uhr mit verschiedenen Workshops, bevor man sich um 13:30 Uhr mit Genossinnen und Genossen weiterer Kommunistischer Parteien der Ostsee-Anrainerstaaten zu einem Internationalen Kommunistischen Demo-Block vereinigt, welcher die breite Kieler Bündnisdemonstration zum hundertjährigen Jubiläum der Novemberrevolution „auf den Spuren der Matrosen“ deutlich bereichern wird. Diese endet, nicht nur, aber auch aus oben genanntem Anlass, am Kieler Gewerkschaftshaus.
In eben jenem traditionsreichen Gewerkschaftshaus, dem „Legienhof“, in den DKP und SDAJ dann zu einer Abendveranstaltung laden, welche unter dem Motto „100 Jahre Novemberrevolution – 100 Jahre KPD – Für eine Ostsee als Meer des Friedens!“ den Bogen von damals nach heute schlagen wird.
Nach einer Eröffnung des DKP-Vorsitzenden Patrik Köbele werden die Gäste der Kommunistischen Parteien der Ostsee-Anrainerstaaten (u. a. der KP der Russischen Föderation, der KP Schwedens, der zwei Dänischen KPen) mit der DKP über Möglichkeiten gemeinsamer Aktionen für eine entmilitarisierte Ostsee diskutieren, bevor der Abend in der links-alternativen Kieler Szene-Kneipe „Bambule“ fröhlich ausklingt.
Der Sonntagmorgen startet dann am 4.11.18 mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmahl der Gefallenen der Novemberrevolution auf dem Kieler Parkfriedhof Eichhof.
Wie schon damals vor hundert Jahren, so gilt auch für dieses Aktionswochenende: Je mehr Genossen, Freunde und Sympathisanten aus dem ganzen Bundesgebiet daran teilhaben, desto höher die Chance auf die größtmögliche Wirkung, nicht zuletzt gegen sozialdemokratische Versuche der Geschichtsverdrehung.

Konferenz zur EU-Wahl
Im Laufe des Tages wird die Partei in der Kieler Jugendherberge auf einer Konferenz ihre Inhalte zur EU-Wahl im kommenden Jahr beschließen und zum Ende der aktionsreichen Tage ihre Wahlliste aufstellen.


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Leserbrief zu Artikel »Gegen Geschichtsklitterung«, UZ vom 5. Oktober 2018





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