Verteidigt die Kinder

Kinder-Zeichungen aus dem Donbass erinnern an die Gefahr des Faschismus
Von Stanislaw Retinskij, Sekretär der ZK der KP der Donezker VR
|    Ausgabe vom 5. Oktober 2018
„Wir sind für den Frieden“ Kinderfest des Klubs in Makejewka (Foto: Stanislaw Retinskij,)
„Wir sind für den Frieden“ Kinderfest des Klubs in Makejewka (Foto: Stanislaw Retinskij,)

Seit mehr als vier Jahren kämpfen europäische Kommunisten um die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit, um auf den militärischen Konflikt im Donbass hinzuweisen. Besonders aktiv sind dabei Vertreter der Deutschen Kommunistischen Partei. Im Rahmen des UZ-Pressefestes in Dortmund fand eine Ausstellung mit Zeichnungen von Kindern aus dem Donezker Kinderheim Nr. 1 statt. Thema der Zeichnungen war der 75. Jahrestag der Befreiung des Donbass von den faschistischen deutschen Besatzern.
Während des Kriegs im Donbass wurden 21 Waffenstillstände abgeschlossen, dennoch verletzt die ukrainische Seite weiter die Minsker Vereinbarungen. In der Folge von Beschüssen der ukrainischen Streitkräfte starben in der Donezker Volksrepublik bisher 4 673 Menschen, darunter 78 Minderjährige. Wegen der militärischen Aggression Kiews haben 41 Kinder ihre Eltern verloren und wurden Waisen. Nach Angaben des Arbeits- und Sozialministeriums der DVR leben derzeit auf dem Territorium der Republik 3 878 Waisenkinder und Kinder.

( Stanislaw Retinskij,)

Allein im letzten Jahr wurden das Kinderheim Nr. 3 in Donezk, in dem etwa 40 Kinder untergebracht sind, und das Kinderheim Nr. 14 in Jasinowataja, wo 50 Kinder erzogen werden, beschossen. Während der Kämpfe geriet das Donezker Kinderheim Nr. 1, in dem mehr als 100 Kinder leben, mehrfach unter das Feuer der ukrainischen Streitkräfte. Dennoch hat die Einrichtung keinen einzigen Tag lang ihre Arbeit eingestellt und die Kinder nehmen regelmäßig an verschiedenen sozialen Aktionen teil.
„Die Ausstellung von Zeichnungen Donezker Waisen wurde von der Seite „Alternative Presseschau“ und der Berliner Landesorganisation der DKP organisiert. Sie ist dem 75. Jahrestag der Befreiung des Donbass von den faschistischen deutschen Besatzern gewidmet. Während des 2. Weltkriegs hat der deutsche Imperialismus die Sowjetunion überfallen und heute unterstützt er den ukrainischen Faschismus im Krieg gegen das Volk des Donbass, unter dem in erster Linie Kinder leiden. Mit Hilfe dieser Ausstellung wollen wir unsere Solidarität mit dem Volk des Donbass zeigen“, berichtete Renate Koppe, Mitglied des DKP-Parteivorstandes und aktiv in der Bewegung für Solidarität mit dem Donbass in Deutschland.
Im Rahmen des UZ-Pressefestes wurde zudem ein Dokumentarfilm über das Donezker Kinderheim Nr. 1 gezeigt, der vom Informationsministerium der DVR gedreht wurde. Mit der Ausstellung wurden auch Zeichnungen von Kindern aus dem Makejewker Kinder- und Jugendclub „Gajdarowez“ und Informationen über dessen Arbeit und Fotos gezeigt, auf denen die Makejewker Timur-Pioniere zu sehen sind, die bedürftige Bürger unterstützen.
Im August fand eine Ausstellung in St. Petersburg statt und einen Monat davor in Istanbul, wo sie von der kommunistischen Zeitung „Evrensel“ organisiert wurde. „Diese Zeichnungen zeigen die Befreiungsbewegung im Donbass und sowjetische Soldaten, die für ihre Heimat starben. Dabei konnten die Kinder ihren Wunsch nach Frieden zum Ausdruck bringen. Dies ist eine sehr gute Ausstellung. Ich

( Stanislaw Retinskij,)

wünsche den Kindern, allen Einwohnern des Donbass schnellstmöglichen Frieden“, sagte Evrensel-Chefredakteur Fatih Polat.
Die Organisatoren der Ausstellung lenken die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit darauf, dass durch die Schuld Kiews im Donbass unter anderem die Rechte der Kinder verletzt werden, die durch internationales Recht garantiert werden – das Recht auf Leben, das Recht bei seiner Familie zu leben, das Recht auf Gesundheit, das Recht auf Entwicklung der Persönlichkeit und das Recht auf Fürsorge und Schutz. Deshalb ist die Verteidigung der Rechte der Kinder des Donbass einer der wichtigsten Beweggründe der europäischen Kommunisten.


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Leserbrief zu Artikel »Verteidigt die Kinder«, UZ vom 5. Oktober 2018





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