In allen Wipfeln ein Hauch

Polizei räumt, RWE will baggern, Aktivisten verteidigen Hambacher Forst
Von om
|    Ausgabe vom 5. Oktober 2018
Oben bleiben: Umweltschützer im Baumhaus am Freitag vergangener Woche, im Hintergrund das Gerät, mit dem die Polizei den Wald für RWE räumt. (Foto: Hubert Perschke/r-mediabase.eu)
Oben bleiben: Umweltschützer im Baumhaus am Freitag vergangener Woche, im Hintergrund das Gerät, mit dem die Polizei den Wald für RWE räumt. (Foto: Hubert Perschke/r-mediabase.eu)

Ein alter Wald, ein altes Märchen: Die Konzernsprecher von RWE erzählen die immer neue Geschichte von der Energieversorgung und den Arbeitsplätzen, die nur gesichert werden können, wenn die Bagger den Hambacher Forst in eine Mondlandschaft verwandeln. Die Social-Media-Teams der Polizei deklamieren das Märchen vom Rechtsstaat, in dem gepanzerte Schlägertrupps die Freiheit gegen Umweltaktivisten in Baumhäusern verteidigen. Die Regierung weiß märchenhaftes von Kohlekommissionen und Klimaschutz im Kompromiss mit Konzernen zu berichten.
Inzwischen wundert sich die Polizei, dass sie schon mehr Baumhäuser geräumt hat, als es eigentlich geben sollte. Der Wald zwischen Köln und Aachen ist zum Symbol dafür geworden, dass sich der Kampf ums Klima gegen die großen Konzerne richtet und auch vor unserer Haustür ausgetragen wird. Für den 6. Oktober erwarten Umweltverbände 20  000 Menschen zur Demonstration gegen Rodung, Räumung und Braunkohle-Wahnsinn.


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