Politik
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Von „nationaler Bedeutung“?

|    Ausgabe vom 12. Oktober 2018

Freunde, Mitstreiter und Anhänger von Hubertus Knabe wollen sich mit dessen Entlassung nicht abfinden. Gegen den langjährigen Direktor der „Stasi-Gedenkstätte“ in Berlin-Hohenschönhausen gibt es Vorwürfe wegen sexueller Belästigung.
In einem Offenen Brief protestieren einige Mitglieder des Beirats der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen gegen die Entlassung und fordern Knabes Wiedereinsetzung. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Arnold Vaatz, forderte zudem von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) Aufklärung. Laut seiner Auffassung drohe der Aufarbeitung der DDR-Geschichte ein „irreparabler Rückschlag“. Der Vorgang sei von „nationaler Bedeutung“. Vaatz hatte den Brief nach eigenen Angaben in Absprache mit fünf der sechs ostdeutschen CDU-Landesgruppenvorsitzenden in der Fraktion verfasst.
Kulturstaatsministerin Monika Grütters und Berlins Kultursenator Klaus Lederer wiesen inzwischen den Vorwurf zurück, Knabe sei einer Intrige zum Opfer gefallen.


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