Sozialpartnerschaftsideologie

Von HP Jacobitz, per E-Mail
|    Ausgabe vom 12. Oktober 2018

Dass die „SPD der Betriebsrat in der Politik der BRD“ ist, der die „Interessen der Belegschaften vertritt“ und zugleich mit der „Kapitalseite vertrauensvoll zusammenarbeitet“, stellt für Georg Fülberth eine „verdienstvolle Aufgabe“ dar.
Dummerweise verstrickt er sich bei seinem eigenartigen Lobgesang in einen argen Widerspruch. Denn die Interessen der Belegschaften zu vertreten und zugleich mit der Kapitalseite „vertrauensvoll“ zusammenzuarbeiten, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Das Interesse der lohnabhängigen Belegschaften an einem guten Leben und das Interesse der Kapitalseite an einem maximierten Profit ist (…) ein unversöhnlicher Widerspruch, weil die Kapitalseite ihren Profit nur dann maximieren kann, wenn sie die Lohnkosten der Lohnabhängigen minimiert (siehe MEW 23, S. 350 und 646 f).
Deshalb kritisiert die DKP die Sozialpartnerschaftsideologie, mittels derer die SPD (und der DGB) die hiesigen Lohnabhängigen auf die Standortlogik eingeschworen haben. Infolgedessen müssen die Lohnabhängigen nämlich ein mühsames und zugleich karges Leben führen, damit die Kassen der kapitalistischen Unternehmen klingeln.


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