Abtrieb bei der CSU

Bayrische Landtagswahl: Bürgerliche Parteien sortieren sich neu
|    Ausgabe vom 19. Oktober 2018
Nach der Landtagswahl: „Die Zukunft war früher auch besser!“ (Karl Valentin) (Foto: Public Domain)
Nach der Landtagswahl: „Die Zukunft war früher auch besser!“ (Karl Valentin) (Foto: Public Domain)

Die Bayern haben gewählt. CSU und SPD verlieren jeweils über 10 Prozent. Die CSU verliert ihre absolute Mehrheit und muss sich mindestens einen Koalitionspartner suchen. Die CSU-light namens „Freie Wähler“ kann mit einem Plus von 2,6 Prozent davon profitieren. Abräumen können dagegen die AfD mit 10,2 Prozent und „Bündnis 90/Die Grünen“ mit einem Zuwachs von 8,9 auf 17,5 Prozent der Stimmen. So sind AfD und „Bündnis 90/Die Grünen“ die klaren Gewinner der Wahlen und die „Volksparteien“ CSU und SPD die Verlierer.
In den Städten wenden sich die Menschen von der ehemaligen Arbeiterpartei ab, hin zur ehemaligen Friedens- und Umweltpartei. Auf dem Land verliert die CSU ihre Erdung. Die Wählerschaft wandert zu den „Freien Wählern“ und der AfD.
Die FDP schafft mit 5,1 Prozent nur knapp den Einzug ins Parlament. Die Partei „Die Linke“ kann ihr Ergebnis um 1,1 Prozent steigern, verfehlt aber mit 3,2 Prozent den erhofften Sprung über die 5-Prozent-Hürde. Vergleicht man die Ergebnisse, so ist das Stimmenverhältnis von CSU/FW/AfD und SPD/Grüne das gleiche wie 1978 von CSU und SPD.


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Leserbrief zu Artikel »Abtrieb bei der CSU«, UZ vom 19. Oktober 2018





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