Kirchenkritik ist angebracht

Von Helga Sommer, Röthenbach a. d. Pegnitz
|    Ausgabe vom 2. November 2018

Anfang 1985 stand ein Student vor Gericht wegen Verbreitung der Aussage, die Kirche sei die „größte Verbrecher-Organisation aller Zeiten“. Dank eines Gutachtens, das Karl-Heinz Deschner dem Angeklagten (§166) zur Seite stellte, musste er freigesprochen werden.
Papst Franziskus ist das derzeitige Oberhaupt dieser ehrenwerten Gesellschaft. Er ist nicht irgendein alter Mann, der unser Mitgefühl verdient.
Deschner schrieb zum Abschluss seines Gutachtens: Nach intensiver Beschäftigung mit der Geschichte des Christentums kenne ich in Antike, Mittelalter und Neuzeit, einschließlich und besonders des 20. Jahrhunderts, keine Organisation der Welt, die zugleich so lange, so fortgesetzt und so scheußlich mit Verbrechen belastet ist wie die christliche Kirche, ganz besonders die römisch-katholische Kirche …“
Also, dem Oberhaupt dieser Kirche, wie sollen wir ihm begegnen: mit Respekt?
Angesichts des Skandalons (meines Wissens weltweit einmalig!), dass diese Kirche üppig mit öffentlichen Mitteln gefördert wird und ab dem Säuglings­alter an staatlichen Kindergärten und Schulen Zugriff auf unsere Kinder hat, wäre eine permanente Religions- und Kirchenkritik in der UZ angebracht.
Die Realität schlägt hier jede Polemik um Längen!

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