Nicht im Stich lassen

Antifaschistische Karawane bringt Spenden in die Volksrepubliken des Donbass
Von Stanislaw Retinskij, Sekretär des ZK der KP der DVR
|    Ausgabe vom 9. November 2018
Zusammentreffen von Teilnehmern der Karawane und Kindern in Donezk im Mai 2017   (Foto: Julio Leopoldo Zamarron Méndez)
Zusammentreffen von Teilnehmern der Karawane und Kindern in Donezk im Mai 2017 (Foto: Julio Leopoldo Zamarron Méndez)

Olga soll hören
Am 12. Oktober trafen wir in Donezk ein Kind namens Olga Ozarschuk, die große Probleme mit dem Hören hat. Eine Bombe explodierte in ihrem Haus und sie verlor auf beiden Seiten ihr Hörvermögen. Dies geschah im August 2014, als die Region Kiewski in Donezk bombardiert wurde. Sie war gerade mal drei Jahre alt.
Die einzige Lösung, ihre Situation ein wenig zu verbessern und ihr den Besuch der Schule zu ermöglichen, ist, ihr zwei Hörgeräte zu kaufen. Daher starten wir eine Spendenkampagne, um Olga das Hören wieder zu ermöglichen.
Wer daran teilnehmen möchte schreibe uns bitte an bassottixdonbass@gmail.com.
No Pasarán!

Banda Bassotti

Bereits am 1. November 2017 hatte die italienische antifaschistische Ska-Punk-Band „Banda Bassotti“ eine Aktion zur Sammlung von Geld für Kinderheime des Donbass initiiert. Insgesamt haben sich an ihr mehr als 160 Menschen aus vielen Ländern der Welt beteiligt, hauptsächlich aus Italien.
„Die Kampagne ‚Kinder des Donbass‘ wird eine weitere Brücke zwischen Antifaschisten der ganzen Welt und dem Volk des Donbass schaffen. Unsere Mission ist es, den Donbass mit allen zugänglichen Mitteln zu unterstützen und ihm zu helfen und wir sind mehr als je zuvor davon überzeugt, dass die Kinder des Donbass die Zukunft des Landes sind“, hieß es damals in einer Erklärung des Organisationskomitees.
Monatlich haben die Teilnehmer der Aktion Geld für Kinderheime der Donezker Volksrepublik (DVR) und der Lugansker Volksrepublik (LVR) überwiesen. Die Aktion lief bis Oktober diesen Jahres. Am 29. September fand in Bologna ein Konzert der Band zur Unterstützung der Republiken statt, bei dem humanitäre Hilfe für Kinder gesammelt wurde. Die Veranstaltung wurde ein riesiger Erfolg, viele Besucher brachten Medikamente, Kinderspielzeug, Hygienemittel mit. Sie alle wurden den Kindern während des letzten Besuchs in Donezk übergeben.
Einen ersten Teil des Gelds haben Vertreter der Antifaschistischen Karawane bereits im Mai 2018 während eines Besuchs im Donbass überbracht. Am 10. Oktober sind die italienischen Antifaschisten wieder in das Kriegsgebiet gefahren, um die für den Bedarf der Kinder gesammelten finanziellen Mittel zu übergeben.
„Im Oktober endete die Kampagne und wir sind gekommen, um das restliche Geld, das für das Kinderheim in Gorlowka gesammelt wurde, zu überreichen. Hier, in dieser kleinen Stadt, geht der Krieg gegen Zivilisten weiter. Die Einwohner erzählten uns, dass sie beim Geräusch von Schüssen einschlafen und beim Geräusch von Schüssen aufwachen. Die Ukraine hört weder tagsüber noch nachts auf zu schießen. Die Menschen wollen den Frieden sehr.
Im Kinderheim hat die Leiterin uns freundlich begrüßt und uns die Mitarbeiter und die Kinder vorgestellt. Sie konnte nicht glauben, dass es jemanden in Europa gibt, der sie nicht im Stich lässt. Der Staat unterstützt sie, aber die humanitäre Situation ist sehr schwierig. Hier leben 40 Kinder, von denen zwölf große psychische Probleme haben.
Wir haben die Zimmer gesehen, wo die Kinder schlafen. Alles ist sehr ordentlich und sauber. Die Leitung des Kinderheims hat sich für die nicht reparierten Fenster entschuldigt. Sie wurden durch die Detonation eines Geschosses beschädigt“, berichtete der Leiter der Karawane, David Cacchione.
Nach dem Besuch im Kinderheim trafen sich die italienischen Kommunisten in Gorlowka mit bedürftigen Familien, um ihnen humanitäre Hilfe zu übergeben. Am nächsten Tag, am 12. Oktober, wurden Medikamente, Kinderspielzeug und Hygienemittel in eines der Kinderheime von Donezk gebracht.

Olga soll hören
Am 12. Oktober trafen wir in Donezk ein Kind namens Olga Ozarschuk, die große Probleme mit dem Hören hat. Eine Bombe explodierte in ihrem Haus und sie verlor auf beiden Seiten ihr Hörvermögen. Dies geschah im August 2014, als die Region Kiewski in Donezk bombardiert wurde. Sie war gerade mal drei Jahre alt.
Die einzige Lösung, ihre Situation ein wenig zu verbessern und ihr den Besuch der Schule zu ermöglichen, ist, ihr zwei Hörgeräte zu kaufen. Daher starten wir eine Spendenkampagne, um Olga das Hören wieder zu ermöglichen.
Wer daran teilnehmen möchte schreibe uns bitte an bassottixdonbass@gmail.com.
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Leserbrief zu Artikel »Nicht im Stich lassen«, UZ vom 9. November 2018





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