Löhne weltweit zu niedrig

|    Ausgabe vom 30. November 2018

Die Löhne sind 2018 nur um 1,8 Prozent gestiegen und damit so gering wie seit 2008 nicht. Das geht aus dem „Global Wage Report“ der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) hervor. 2016 betrug der Anstieg der Löhne weltweit noch 2,4 Prozent. Die ILO wertete Daten aus 136 Ländern aus. Für die Industrieländer in der Gruppe der G-20 betrug der reale Lohnzuwachs demnach 0,4 Prozent für 2017. In den sogenannten „Schwellenländern“ der G-20, zu denen die VR China gehört, waren es 4,3 Prozent.
Aus den Daten geht auch hervor, dass Frauen weltweit weiterhin etwa 20 Prozent weniger verdienen als Männer. Das Lohngefälle zwischen Männer und Frauen (gender pay gap) ist ein inhaltlicher Schwerpunkt des ILO-Berichts. Die ILO hat nach eigenen Angaben durchschnittliche Stundenlöhne von Frauen und Männern aus 73 Ländern analysiert und somit etwa 80 Prozent der Lohnabhängigen weltweit erfasst. Zwar sind Frauen in vielen Länder besser ausgebildet als Männer, verdienten aber dennoch weniger, auch im gleichen Beruf.
ILO-Generaldirektor Guy Ryder wies darauf hin, dass stagnierende Löhne ein Hemmschuh für Wirtschaftswachstum seien.


  Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (leserbriefe@unsere-zeit.de):

Leserbrief zu Artikel »Löhne weltweit zu niedrig«, UZ vom 30. November 2018





Wir bitten darum, uns kurze Leserzuschriften zuzusenden. Sie sollten unter der Länge von 1800 Zeichen bleiben. Die Redaktion behält sich außerdem vor, Leserbriefe zu kürzen und kann nicht versprechen, dass jeder Leserbrief beantwortet oder veröffentlicht wird. Anonyme Leserzuschriften werden in der Regel nicht veröffentlicht.