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Guantánamo

Von M. I.
|    Ausgabe vom 8. Februar 2019
Vorführung eines Gefangenen in Guantanamo (Foto: public domain)
Vorführung eines Gefangenen in Guantanamo (Foto: public domain)

US-Sicherheitsberater zu sein ist wie Fäkalienschippen, nur schmuddeliger. Sich für die dreckigste Drecksarbeit zu qualifizieren erfordert im Kabinett Trump schon besondere Vorzüge, weil dort grundsätzlich jeder und jede geeignet ist, Nötigung, Verleumdung, Erpressung, Vertragsbruch, Diebstahl bis hin zu Vergewaltigung, Lynch- und Raubmord als Mittel der Politik einzusetzen. Der schon in vielen Funktionen gescheiterte John R. Bolton hat da aber seinen Komplizen noch einiges voraus. Nur bei der Vermittlung zusammenhängender Gedanken, gar Gedankenketten, hapert es bei dem 70-jährigen Gesichtsbürstenträger, daher bevorzugt er zur Kommunikation den Tweet mit seinen maximal 280 Zeichen. In einem solchen Tweet wünschte er jetzt den gewählten venezolanischen Präsidenten Maduro an einen „schönen, ruhigen Strand“ als „Rückzugsort“, nämlich in das US-Folterzentrum im widerrechtlich besetzt gehaltenen kubanischen Guantánamo. Für Boltons Verhältnisse bedeutet das immerhin einen Anfall von Humanismus, denn den Whistleblower Edward Snowdon wünschte er sich gleich an einer Eiche aufgehängt. Schon in den Bush-Jahren charakterisierten nordkoreanische Medien Bolton als „menschlichen Abschaum und Blutsauger“. Das kann so stehen bleiben.


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Leserbrief zu Artikel »Guantánamo«, UZ vom 8. Februar 2019





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