Gottgegebener Hinterhof

Von Claudio Coladangelo, per E-Mail
|    Ausgabe vom 15. Februar 2019

Warum Washington seit Jahren Regime-Change in Venezuela betreibt: Das Land besitzt die größten Erdöl- und die viertgrößten Erdgasreserven des Planeten. Die jetzige, demokratisch gewählte Regierung in Caracas will diesen immensen Reichtum selbst verwalten und dem eigenen Volk zugute kommen lassen. Venezuela verfolgt eine eigenständige, nicht Washington hörige Außenpolitik. Venezuela will eine multipolare Weltordnung. Es möchte Gesundheit, Bildung und Kultur für die gesamte Bevölkerung und nicht nur für die Oberschicht. Venezuela hat den Mut, offen den US-Imperialismus zu kritisieren.
Das sind die wahren Gründe der US-geführten Umsturzversuche. Die USA betrachten ganz Lateinamerika, inklusive seiner Bodenschätze und Märkte, als ihren gottgegebenen Hinterhof, den sie nach Gusto ausbeuten und verwalten dürfen – siehe Monroe-Doktrin. Wer sich dieser Doktrin entgegenstellt, muss entfernt werden.


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