Politik
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EU der Reichen

|    Ausgabe vom 22. Februar 2019

Gut drei Monate vor der EU-Wahl am 26. Mai ist nur gut ein Drittel (37 Prozent) der deutschen Bevölkerung überzeugt, dass die Europäische Union mehr Vor- als Nachteile bringe. Das ergab eine Meinungsumfrage der „Hans-Böckler-Stiftung“. 39 Prozent seien der Auffassung, dass sich die Vor- und Nachteile die Waage halten. 24 Prozent der Befragten sagten, die Nachteile überwögen.
Laut Richard Hilmer, der die Studie erstellt hat, hängt die Haltung zur EU vom gesellschaftlichen Status ab. Wer sich selbst zu den unteren sozialen Schichten rechne, sehe die EU-Mitgliedschaft eher als nachteilig an. In der Oberschicht schätze dagegen jeder Zweite die Vorzüge höher ein als die Nachteile.
Die EU-Institutionen genießen ein ähnlich geringes Vertrauen wie die Bundesregierung oder der Bundestag: Nur ein Drittel der Befragten gab an, großes oder sehr großes Vertrauen in die EU-Kommission oder das Europäische Parlament zu haben. „Die europäischen Institutionen reihen sich nahtlos ein in das grassierende Misstrauen gegenüber Institutionen im Allgemeinen“, sagte Hilmer.


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