Kein schöner Geburtstag

Hamburg: Proteste gegen die Bundeswehr auf Hafengeburtstag
Von Michael Götze
|    Ausgabe vom 17. Mai 2019
DKP Hamburg auf dem Hafengeburtstag: Nein zur NATO! (Foto: Michael Götze)
DKP Hamburg auf dem Hafengeburtstag: Nein zur NATO! (Foto: Michael Götze)

Am Samstag protestierte das Bündnis „Bildung ohne Bundeswehr“ (BoB) gemeinsam mit SDAJ und DKP vor dem Einsatzgruppenversorger „Berlin“ der Bundesmarine auf dem 830. Hamburger Hafengeburtstag. Mit dem Motto „Krieg beginnt hier: Werbung für Kampfeinsätze ist kein Familienspaß, SoldatInnen töten Menschen!“ schuf die Protestaktion einen Kontrast zu der an die breite Öffentlichkeit gerichteten Kriegswerbung und zeigte die Verbindung wirtschaftlicher Interessen und militärischer Intervention auf.
Als Auftakt um 11 Uhr sorgte ein spontanes Hip-Hop-Livekonzert von Master Al und Albino direkt neben dem Zugang zum Kriegsschiff bei den BesucherInnen des Hafengeburtstages für Aufmerksamkeit. Der antimilitaristische Auftritt wurde von AktivistInnen mit Plakaten („Wir wollen eure Kriege nicht“ und „Krieg ist keine Berufsperspektive – Bildung ohne Bundeswehr“) und Slogans („Deutsche Waffen, deutsches Geld morden mit in aller Welt“) unterstützt.
Nach der Aktion gab es eine Kundgebung an der Überseebrücke. Die vorbeilaufenden BesucherInnen und Familien wurden auf die subtile Anwerbung junger RekrutInnen aufmerksam gemacht. Mit Redebeiträgen, Sprechchören, Musik und Flyern wurde die Verbindung der sogenannten humanitären Einsätze mit geostrategischen und ökonomischen Interessen begründet.
Die Pressesprecherin des Bündnisses, Denise Wilken, sagte: „Hamburg ist aber nicht nur wichtig für die Rekrutierung von Jugendlichen, Werbung für Krieg und Militär, sondern auch als Rüstungsdrehscheibe. Der Hafen ist ein zentraler Umschlagplatz für Unmengen Waffen und Munition. Die Stadt ist heute leider ein Tor zur Welt von Krieg und Tod.“
DKP und SDAJ aus Hamburg werden diese Aktivitäten weiter unterstützen. Abrüsten statt aufrüsten!


  Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (leserbriefe@unsere-zeit.de):

Leserbrief zu Artikel »Kein schöner Geburtstag«, UZ vom 17. Mai 2019





Wir bitten darum, uns kurze Leserzuschriften zuzusenden. Sie sollten unter der Länge von 1800 Zeichen bleiben. Die Redaktion behält sich außerdem vor, Leserbriefe zu kürzen und kann nicht versprechen, dass jeder Leserbrief beantwortet oder veröffentlicht wird. Anonyme Leserzuschriften werden in der Regel nicht veröffentlicht.