Anhaltende Krise im Sudan

|    Ausgabe vom 14. Juni 2019

In der politischen Krise im Sudan versucht nun das Nachbarland Äthiopien zu vermitteln. Regierungschef Abiy Ahmed reiste am Freitag vergangener Woche in die sudanesische Hauptstadt Khartum, um mit der dortigen Militärführung und der Opposition Gespräche zu führen.
Das UN-Menschenrechtsbüro kündigte an, Beobachter in den Sudan schicken zu wollen, um Vorwürfe der Menschenrechtsverletzungen seit der gewaltsamen Unterdrückung der Proteste am Montag vergangener Woche zu untersuchen. Bewaffnete Kräfte hatten mit Gewalt eine wochenlange Blockade in Khartum attackiert. Nach Angaben eines Ärzteverbands starben dabei mehr als 100 Menschen, mehr als 500 wurden verletzt. Das sudanesische Gesundheitsministerium gab die Zahl der Toten mit 61 an. Bewaffnete gingen nach Angaben von Opposition und Ärzten auch in den Tagen danach gegen Demonstranten vor.
Nach der Gewalt vom Montag beendete der militärische Übergangsrat die Verhandlungen mit der Opposition und kündigte alle Zugeständnisse auf, lenkte nach massivem internationalem Druck allerdings wieder ein. Die Opposition will mit dem Militär aber nicht mehr verhandeln. Die Afrikanische Union (AU) suspendierte die Mitgliedschaft des Sudan, bis eine zivil geführte Übergangsregierung eingerichtet wird.


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