Atomare Gefahr wächst

Von UZ
|    Ausgabe vom 21. Juni 2019

Gemeinsam
Büchel dichtmachen!

Die Kampagne „Büchel – atomwaffenfrei“ hat auch in diesem Jahr wieder eine 20-wöchige Aktionspräsenz vor dem Atomwaffenlager geplant. Das Aktionswochenende der Kommunistinnen und Kommunisten findet vom 11. bis zum 14. Juli statt.
Anmeldungen unter
buechel@dkp.de

Um nur 4 Prozent ist die Zahl der Atomwaffen weltweit laut dem Jahresbericht des Stockholmer Friedensforschunginstituts SIPRI im vergangenen Jahr zurück gegangen. Und auch dieser Rückgang lässt sich nicht auf ein Umdenken in der Politik zurückführen, sondern lediglich darauf, dass veraltete Atomwaffen ausrangiert werden.
Die Regierungen der Atommächte, allen voran die USA, setzten darauf, die Nuklearwaffen zu modernisieren. „Was wir sehen, ist, dass Atomwaffen bei nationalen Sicherheits- und Militärstrategien wieder wichtiger werden,“ sagt Shannon Kile, der Atomwaffenexperte von Sipri. So betreibt die US-Regierung unter Donald Trump eine umfassende Modernisierungsstrategie, sowohl für die „Waffen als solche als auch für Bomber, U-Boote, Marschflugkörper und die Produktionskapazitäten“. Eine atomwaffenfreie Welt ist laut dem SIPRI-Experten nicht in Sicht.
Modernisieren wollen die USA auch die Atomwaffen, die sie im rheinland-pfälzischem Büchel für Einsätze bereit hält. Dort lagern in unterirdischen Bunkern ungefähr 20 Atombomben vom Typ B-61, jede mit einer Sprengkraft von 50 Kilotonnen und bereit, jederzeit unter ein Flugzeug gen Russland oder sonst wohin geschnallt zu werden. Und „modernisiert“ heißt in diesem Fall: durch neue Bomben mit noch höherer Zerstörungskraft ersetzen.
Die NATO nennt es „nukleare Teilhabe“, wenn die USA ihre Atombomben in Ländern wie Deutschland, Italien, den Niederlanden, Belgien oder der Türkei vorrätig hält. Der Abwurf der in Büchel liegenden US-Atomwaffen wird von deutschen „Tornado“-Piloten geübt. Auch von Büchel aus werden die kommenden Kriege vorbereitet, die der Bevölkerung dann als „Friedenssicherung“ oder „humanitäre Notwendigkeit“ verkauft werden sollen.
Heute wendet sich die NATO, das heißt die USA und auch Deutschland, mit ihrer Aggression vor allem gegen Russland und die Volksrepublik China. Die Kündigung des INF-Vertrags durch die USA zielt darauf ab, nukleare Mittelstreckenraketen in Europa stationieren zu können, direkt an der Grenze Russlands. Das Gleiche gilt für das Südchinesische Meer vor der Volksrepublik China.
Deshalb müssen Atomwaffen raus aus Deutschland und Deutschland raus aus der NATO.

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Die Kampagne „Büchel – atomwaffenfrei“ hat auch in diesem Jahr wieder eine 20-wöchige Aktionspräsenz vor dem Atomwaffenlager geplant. Das Aktionswochenende der Kommunistinnen und Kommunisten findet vom 11. bis zum 14. Juli statt.
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