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Keine Parteien mehr

Von OM
|    Ausgabe vom 19. Juli 2019

Diese Sozialdemokraten machen immer Ärger. Als der Kaiser 1914 zur Vorwärtsverteidigung rief, damit das deutsche Schwert dem deutschen Unternehmergeist ein Plätzchen an Sonne und französischem Erz sichere, kannte der Großmut seiner Majestät keine Parteien mehr. Die Vaterlandsverräter um Liebknecht und Luxemburg hielten es lieber mit dem Pöbel und dem Russen, und der Hohenzoller saß in Holland.
Als die Kanzlerin 2019 ein Personaltableau präsentierte, damit der deutsche Euro der deutschen Exportwalze auch in Zukunft eine Schneise an die sonnigen Winkel des europäischen Binnenmarktes schlage, hielt sich die Freude der Sozialdemokraten in Grenzen. Denn die kennen nur noch die Angst davor, noch ein paar Wähler und Ministerposten mehr zu verlieren. Da können sie sogar vergessen, dass sie seit Jahren mit Ursula von Leyen und Angela Merkel gemeinsam das deutsch-europäische Militär und Spardiktat päppeln.
Recht haben die Bürgerlichen, die sich darüber empören: Von einem guten Sozialdemokraten darf man erwarten, dass er keine Parteien kennt, sondern nur eine deutsche Kommissionspräsidentin.


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