Erdogan droht

|    Ausgabe vom 13. September 2019

Griechenland hat die Drohung des türkischen Präsidenten zurückgewiesen, die Grenzen nach „Europa“ für Flüchtlinge zu öffnen. Erdogan hatte erklärt, die Türkei könne „einen möglichen weiteren Flüchtlingszustrom aus Syrien“ nicht alleine schultern. Er forderte von der EU, genügend finanzielle Unterstützung bereitzustellen. „Entweder Sie teilen diese Last oder wir müssen die Tore öffnen.“ Der Flüchtlingszustrom aus der Türkei zu den griechischen Inseln im Osten der Ägäis dauert an: Von Samstagmorgen bis Sonntagmittag haben nach Angaben der griechischen Küstenwache 332 Menschen zu den Inseln, Rhodos, Kalymnos, Samos, Farmakonisi und Lesbos und damit auch in die EU übergesetzt. Im August setzten nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks 8 103 Menschen aus der Türkei zu den griechischen Ägäis-Inseln über. Der im März 2016 geschlossene Flüchtlingspakt zwischen der EU und der Türkei sieht vor, dass die EU alle Flüchtlinge, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen, zurückschicken kann.


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