Gleiche Zielsetzung

Von Gunnar R. Vogel, per E-Mail
|    Ausgabe vom 8. November 2019

Das Repertoire der Verbrecher ließe sich noch erweitern: Giftanschläge, Brandanschläge zur Vernichtung von Ernten usw. Das Ganze erinnert fatal an das Mord- und Zerstörungsprogramm der „Operation Mungo“, das die CIA unter Einspannung der Mafiaverbrecher gegen das revolutionäre Kuba starteten. Man könnte auch sagen: Die Palette der geplanten (und ausgeführten) Verbrechen gegen Kuba stammte aus der Giftküche der Operation KgU. Es hätte dem Leser auch mit Sicherheit ein Licht aufgesteckt, zu erwähnen, was aus jenem Ernst Benda wurde, der da mit derartigen Typen unter einer Deckte steckte. Damit man weiß, welche Leute mit welchen Absichten über Inhalte des GG urteilen dürfen. Ein gewisser Herr Maunz war halt eben gerade kein Einzelfall. Von der Bühne des kalten – und manchmal auch heißen – Krieges zur Unterminierung des Sozialismus wurde die KgU nicht etwa wegen der begangenen Verbrechen geschubst. Gegen die hatten die imperialistischen Hintermänner nichts, auch wenn sie Menschenleben forderten. Der Grund für die „Distanzierung“ der Hintermänner von ihren Werkzeugen war deren permanente Erfolglosigkeit. Damals wie heute: Der Imperialismus mag keine Loser – gerade dann nicht, wenn die ihre Auftraggeber permanent blamieren. So wuchs die Erkenntnis in den westlichen Agenten- und Diversionszentralen, es sei an der Zeit, zu sublimeren Mitteln überzugehen. Denn die DDR sollte zerstört werden. An dieser Zielsetzung hatte sich nicht das Geringste geändert.


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Leserbrief zu Artikel »Gleiche Zielsetzung«, UZ vom 8. November 2019





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