Zu „Bis zur letzten Konsequenz“, UZ vom 22. Juli

Erinnerung an Romney

Dietmar Hänel, Flöha

Wenn man den Krieg Russlands gegen die Ukraine betrachtet, sollte man die Vorgeschichte nicht vergessen. Mitt Romney, ehemaliger Präsidentschaftskandidat der USA, sagte vor einigen Jahren in einem Interview: „Wir haben die Sowjetunion besiegt. Wir werden Russland besiegen. Wir werden die Russen zwingen, zu den Waffen zu greifen.“ Hier liegen die Hintergründe des Krieges, der somit nicht erst am 24. Februar begann. Die deutschen und andere Politiker wissen nicht, ahnen nicht – so hat man zumindest den Eindruck –, was sie Furchtbares anrichten. Mit diesen Waffenlieferungen ist nicht auszuschließen, dass sie die Atommacht in die Enge treiben und letztlich zu Handlungen veranlassen, die den Untergang zumindest von Europa bedeuten. Die USA spitzen die Pfeile an und NATO und EU verschießen sie. Milliarden von Euro und Dollar werden durch die NATO-Staaten in den Krieg gepumpt und neue moderne Waffen werden erprobt. Analogien zum Spanienkrieg 1936 sind unverkennbar. Die USA werden die lachenden Dritten sein, wenn nicht nur die deutsche Wirtschaft aufgrund der Sanktionspolitik krachend den Bach runtergeht oder Europa letztlich in die Steinzeit zurückgebombt wird. Nur Verhandlungen mit Russland können Schlimmeres, letztlich einen Atomkrieg, verhindern.

✘ Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (leserbriefe (at) unsere-zeit.de)

"Erinnerung an Romney", UZ vom 29. Juli 2022



    Bitte beweise, dass du kein Spambot bist und wähle das Symbol Flugzeug aus.



    UZ Probe-Abo [6 Wochen Gratis]