Fortschrittsbericht aus der UZ-Podcast-Redaktion

Halt stand!

UZ: Beim Podcast der UZ tut sich ja einiges, wie ist der Stand der Dinge?

Michael: Ja, es ist gerade viel in Schwung. Letzte Woche haben wir die Folge mit Elwis Capece zu den skandalösen Umständen bei Tönnies veröffentlicht. Ein sehr spannendes Interview mit dem NGG-Sekretär mit seinem Blick auf das, was konkret falsch läuft und auch ganz prinzipiell nicht stimmt. Das Podcast-Format erlaubt auch mal den tiefen Blick und Nachfragen, was eine Zeitung so ja nicht leisten kann.

UZ: Die Suche nach einem Namen und Jingle war auch erfolgreich. Wie kam es zum Titel „Halt stand“?

Michael: Unser Aufruf, Namensvorschläge und einen Jingle für den neuen Podcast zu schicken, war absolut erfolgreich. An dieser Stelle vielen herzlichen Dank an alle, die mitgedacht und uns Mails geschickt haben. Robert aus Nürnberg hat uns dabei einen besonders genialen Mix aus Ernst Buschs „Halt stand, rotes Madrid“ und Franz Josef Strauß‘ möglicherweise so nie ganz gefallenes Votum „Dieser Staat braucht Kommunisten“ kreiert. Es spiegelt damit auch ganz gut die Situation der Klassenauseinandersetzungen wider. Es gilt, gegen die Angriffe des Kapitals standzuhalten und den Abbau von demokratischen Errungenschaften zu verhindern. Gleichzeitig müssen die widerständigen Menschen mehr werden und sich besser vernetzen. Wir hoffen, mit dem Podcast einen unterhaltsamen und informativen Weg zu finden, daran mitzuhelfen.

UZ: Wie hat sich der Podcast in den vergangenen Wochen verändert?

Michael: Gestartet hatte das ganze Patrik Köbele mit Christoph Hentschel in der UZ-Redaktion, um Mitglieder und Freunde im Lockdown zu erreichen. Mittlerweile sind wir ein kleines Team von Genossen mit und ohne Radioexpertise, aber sehr viel Lust am Format Podcast. Es gibt digitale Redaktionsbesprechungen und wir bemühen uns, die Arbeit zu professionalisieren. Gerne nehmen wir dafür Anregungen, Kritik, Vorschläge für Themen und Interview­partnerinnen und -partner auf. Vielleicht möchte auch noch jemand sein Talent einbringen und mitmachen.

UZ: Welche Themen stehen als nächstes an?

Michael: Es wird eine Folge zu den Blockaden in Büchel mit Ausblick auf die Aktionen zum Jahrestag des Atombombenabwurfs in Hiroshima und Nagasaki geben. Auch an einer Folge zur unglaublich breit getragenen Petition namhafter Kulturschaffender gegen die völkerrechtswidrige Blockade Kubas sind wir dran. Für uns wird es außerdem eine Herausforderung sein, trotz Urlaubszeit die regelmäßige Herausgabe des Podcasts zu bewerkstelligen.

Das Gespräch führte Wera Richter

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Über den Autor

Wera Richter, geboren 1969, ist stellvertretende Parteivorsitzende der DKP und Chefredakteurin der UZ. Die journalistische Laufbahn begann in jungen Jahren mit einem Praktikum bei der UZ mit Rolf Priemer als Chefredakteur. Damals wurde die UZ wieder Wochenzeitung. Später arbeitete die gelernte Gärtnerin im Ressort Innenpolitik der Tageszeitung junge Welt. Auf dem 20. Parteitag der DKP 2013 wurde Wera Richter zur stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt und übernahm die Verantwortung für die Organisationspolitik. Ein Job, den sie in der SDAJ kennen und lieben gelernt hatte. 2020 löste sie Lars Mörking als UZ-Chefredakteur ab.

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"Halt stand!", UZ vom 31. Juli 2020



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