Kubanisches Box-Team dominiert WM in Hamburg

Kubas Flaggschiff

Von Granma.cu/UZ

Kuba war bei der Box-Weltmeisterschaft, die am vergangenen Wochenende in Hamburg zuende ging, spitze: Die Truppe unter der Leitung von Cheftrainer Rolando Acebal verteidigte damit seine Position als führende Box-Nation, die Kuba bereits vor zwei Jahren in Katar erkämpfen konnte.

Drei Gold-, eine Silber- und zwei Bronzemedaillen waren das erklärte Ziel. Aber diese vom renommierten kubanischen Trainerteam aufgestellte Vorhersage wurde von der Wirklichkeit noch übertroffen, denn es gab für die Kubaner insgesamt sieben Medaillen: fünfmal Gold und zweimal Silber.

Dieses Abschneiden bestätigt die Qualität der kubanischen Boxer, die weiterhin die vom Internationalen Amateur-Boxverband (AIBA) organisierten Wettkämpfe dominieren. Für Andy Cruz im Halbweltergewicht und Schwergewichtler Erislandy Savón war es das beste Turnier ihres Lebens.

Cruz, der aus Matanzas kommt, einer Stadt in der DKP- und SDAJ-Soliprojekte beheimatet sind, ist erst im letzten Jahr zu einem Boxer herangereift, der im Ring nur schwer zu bezwingen ist. Er hat einen sehr technischen Boxstil, seine Schläge sind durchgängig kraftvoll sowohl in der kurzen, mittleren als auch in der langen Distanz.

Savón wiederum machte den großen Schritt, den Box-Fans von ihm bereits erwartet haben. In der Sporthalle Hamburg steigerte sich der Boxer aus Guantanamo mit jedem Kampf und lieferte sein Meisterstück im Finale, wo er sich dank seiner effektiven rechten Hand und seiner Umsicht gegen den Favoriten und Olympiasieger von Rio 2016, den Russen Jewgeni Tischtschenko, durchsetzen konnte.

Die weiteren Goldmedaillen für Kuba errangen Joahnys Argilagos im Halbfliegengewicht, Yosbany Veitía im Fliegengewicht und Julio César La Cruz im Halbschwergewicht, der damit seinen vierten WM-Titel holte. Silbermedaillen erkämpften die aus Pinar del Río kommenden Lázaro Álvarez im Leichtgewicht und Roniel Iglesias im Weltergewicht.

Jetzt ist für die kubanischen Faustkämpfer erstmal eine kurze Erholungspause angesagt. Dann werden sie sich auf die im Dezember stattfindende kubanische Landesmeisterschaft, das Playa-Girón-Turnier, vorbereiten. Das Jahr 2018 erwartet sie mit der 8. Auflage der Weltserie und den Mittelamerikanischen und Karibischen Spielen, bei denen das Flaggschiff des kubanischen Sports sich noch höhere Ziele setzen wird.

✘ Leserbrief schreiben

An die UZ-Redaktion (leserbriefe (at) unsere-zeit.de)

"Kubas Flaggschiff", UZ vom 8. September 2017



Bitte beweise, dass du kein Spambot bist und wähle das Symbol Fahne aus.

Vorherige

Arbeitgeber Bundeswehr

Sozialismus nur Übergangsdebatte?

Nächste