DKP-Vorsitzender übergibt Spende für die Opfer der Unwetter in Sozialistischer Republik

Solidarität mit Vietnam

Bei einem Besuch in der Botschaft der Sozialistischen Republik Vietnam überreichte der Vorsitzende der DKP, Patrik Köbele, eine Spende für die Opfer von Naturkatastrophen in Vietnam. Im Oktober 2020 führten mehrere Taifune und damit einhergehende Stürme und Überschwemmungen zu großen Sachschäden und zum Tod vom mehr als einhundert Menschen. Ein Aufruf in der UZ erbrachte Spenden in Höhe von 12.150 Euro, darunter eine Einzelspende von 10.000 Euro. Der Botschafter Vietnams, SE Nguyen Minh Van, dankte im Namen des vietnamesischen Volks für die Solidarität deutscher Genossinnen und Genossen und sagte, die traditionelle Freundschaft und die langjährigen Beziehungen zwischen der DKP und der Kommunistischen Partei Vietnams (KPV) sowie zwischen den Menschen in den beiden Ländern würden dazu beitragen, die intensive Partnerschaft zwischen Vietnam und Deutschland zu fördern. Der Diplomat sagte zu, das Geld an das Zentralkomitee der Vietnamesischen Vaterlandsfront zu überweisen, damit es bald die Bedürftigen erreiche.

Er informierte, dass mit dem nahenden Ende der Taifun-Saison sehr konzentriert an der Beseitigung der Schäden und dem Wiederaufbau zerstörter Dörfer gearbeitet wird. Herr Nguyen Minh Vu berichtete außerdem über das kürzlich abgeschlossene Freihandelsabkommen RCEP (Regional Comprehensiv Economic Partnership) zwischen den ASEAN-Ländern, China, Japan, Südkorea, Australien und Neuseeland sowie die gemeinsamen Anstrengen der Länder der ASEAN-Gruppe gegen die Covid-19-Pandemie. Vietnam sei es ähnlich wie den anderen Ländern der Region durch ein sehr überlegtes und konsequentes Vorgehen gelungen, die Pandemie zu beherrschen. Die Zahl der an Corona Verstorbenen liege bei 35 und seit fast drei Monaten gebe es keine Neuinfektionen, sodass ein weitgehend normales Leben möglich sei.

Ein breiter Raum in dem sehr offenen und herzlichen Gespräch galt der Vorbereitung des 13. Parteitags der KP Vietnams, der voraussichtlich im Januar 2021 eröffnet werde. Die Hauptaufgabe der Delegierten der Partei sei die Diskussion der konkreten Aufgaben für die Zeit der 13. Periode der Partei (2021 – 2026) sowie die Formulierung einer langfristigen Orientierung für die Entwicklung des Landes unter sozialistischen Vorzeichen bis 2030, dem 100. Jahrestag der Gründung der Partei. Vietnam solle bis dahin ein Entwicklungsland mit moderner Industrie und einem Einkommensniveau des oberen Mittelstandes werden. Die Herausforderung sei die Gewährleistung der Harmonie zwischen wirtschaftlicher und politischer, kultureller und sozialer Erneuerung. Wirtschaftliches Wachstum, die Lösung sozialer Fragen, sozialer Fortschritt, Gleichheit, Gerechtigkeit und der Schutz der natürlichen Ressourcen und der Umwelt müssen in Einklang gebracht werden, sagte Nguyen Minh Vu. Ein weiterer Punkt sei die Gewährleistung der nationalen Verteidigung, Unabhängigkeit und Sicherheit. In der Vorbereitung des Parteikongresses suche die Partei intensiv das Gespräch mit der Bevölkerung. Sie nutze dazu die modernen Informationsmöglichkeiten des Internets. Die Leitanträge und Eingaben aus den Provinzen würden auf einer Homepage in den Sprachen Vietnamesisch, Chinesisch, Englisch, Russisch, Französisch und Spanisch bereitgestellt.

Bei dem Treffen erörterten die beiden Seiten auch den Plan für die künftige Zusammenarbeit und den Austausch von Delegationen beider Parteien.

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"Solidarität mit Vietnam", UZ vom 4. Dezember 2020



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